Filmfestival

Als Filmkritiker zur Berlinale – so werden Sie Leser-Juror

Jude Law, Bill Murray und Adrien Brody hautnah: Für Fans ist das Filmfestival, das in diesem Jahr zum 64. Mal ausgetragen wird, die schönste Jahreszeit. Wie sie als Leser-Juror teilnehmen können.

Foto: ap/Franziska Krug / Getty Images for BMW

Noch einen Monat und einen Tag, dann ist es soweit. Dann ist wieder Berlinale. Und die Stadt im Ausnahmezustand. Für Fans ist das Filmfestival, das in diesem Jahr (6.-16. Februar) zum 64. Mal ausgetragen wird, die schönste Jahreszeit.

Da werden zehn Tage lang nur Filme geguckt, Kinos belagert, Stars bewundert. Eigentlich kommt dem Festival dieselbe Aufgabe zu wie dem Weihnachtsfest: In der dunklen, kalten Jahreszeit braucht es Licht. Viel Licht. Dafür sorgen eben auch Lichtspieltheater und Glamour.

Und dieses Jahr ist offensichtlich viel Glamour angesagt. Allein der Eröffnungsfilm, Wes Andersons „Grand Hotel Budapest“, wartet mit einer ganzen Starriege auf, von Ralph Fiennes über Jude Law und Bill Murray und Adrien Brody bis zu Berlinale-Dauergast Tilda Swinton. Nur einen Tag später stellt dann George Clooney seine in Berlin gedrehten „Monuments Men“ vor.

Stars lassen die Hüllen fallen

Der Film, der in diesem Jahr wohl am heißesten erwartet wird. Oder am zweitheißesten: Denn da ist ja noch Lars von Triers „Nymphomaniac“, der schon vor seiner Premiere für Riesenwirbel sorgt, weil auch hier Stars in Serie auftreten, von Charlotte Gainsbourg über Shia LaBeouf bis Uma Thurman – und alle die Hüllen fallen lassen. Nur auf der Berlinale ist dieser Sex-Doppel in ungekürzter Fassung zu sehen. Den Ansturm kann man sich schon jetzt ausmalen.

Im Wettbewerb werden außerdem Jennifer Connelly und Cillian Murphy in „Aloft“ zu erleben sein und Hannah Herzsprung und Florian Stettner in Dominik Grafs „Die geliebten Schwestern“. Als Special stellen Pierce Brosnan und Toni Collette die britisch-deutsche Koproduktion „A Long Way Down“ vor.

Im Panorama wird Diane Krüger mit „The Better Angels“ erwartet , der neue Film des Filmskurrilen Michel Gondry, „Is The Man Who Is Tall Happy“ und Jürgen Vogel und Moritz Bleibtreu in Max Erlenweins „Stereo“. Und das sind erst die ersten Titel, die bekannt gegeben wurden. In den nächsten Wochen wird Festivalchef Dieter Kosslick wohl noch so manchen Trumpf aus dem Ärmel ziehen.

Viel Zeit muss man haben

Da muss man einfach dabei sein. Aber wie jedes Jahr stellt sich die gleiche Frage: Wie komme ich da hin? Natürlich gibt es die altmodische Methode, sich in die berühmte Schlange in den Potsdamer Platz Arkaden einzureihen. Aber das ist sehr zeitaufwendig und nicht immer von Erfolg gekrönt. Dann gibt es noch die gemütlichere Variante, zu Hause online Tickets zu erstehen. Aber in beiden Fällen kann es passieren, dass einem die begehrtesten Tickets vor der Nase weggeschnappt werden.

Glücklicherweise gibt es noch eine dritte Variante, und das ist in jedem Fall die günstigste: Werden Sie einer der zwölf Geschworenen der Berliner Morgenpost. Wie jedes Jahr schicken wir eine Leserjury in den Wettbewerb, die für uns am Ende den Publikumsliebling kürt. Da muss man nie anstehen, es kostet auch nichts.

Alles was man braucht, ist viel Sitzfleisch, ein bisschen Englischkenntnisse und ganz viel Zeit. Die Juroren besuchen nämlich nicht abends, sondern tagsüber die Wettbewerbsvorführungen, ab neun Uhr in der Früh. Danach können auch alle anderen Sektionen (Panorama, Forum, Kinderfilmfestiva, etc.) besucht werden. So viele Filme, wie man an einem Tag schafft.

Bewerbung per Post oder online

Und so wird’s gemacht: Wenn Sie bei unserer Leserjury mitmachen wollen, brauchen Sie lediglich eine kleine Bewerbung zu schicken. Bitte geben Sie dabei unbedingt Ihren Namen, Ihre Adresse, Alter, Beruf und Ihre persönlichen Kinofavoriten an – sowie Ihre Handynummer, unter der Sie auch während des Festivals zu erreichen sind. Dazu müssen Sie noch ein Passfoto beilegen (bitte ein Original, keine Fotokopie), das ist ganz wichtig, weil es bei Erfolg Ihren Festivalausweis zieren wird. Und ab geht die Post an (neue Adresse!):

Berliner Morgenpost

Kultur-Redaktion

Stichwort: Leserjury

Kurfürstendamm 21-22

10874 Berlin

Sie können sich auch online bewerben. Dann schicken Sie Ihr Anschreiben bitte an leserjury@morgenpost.de – in diesem Fall müssen Sie unbedingt ein digitales Foto (jpg) anhängen. Einsendeschluss ist Freitag, der 17. Januar. Die Gewinner werden wie immer unter Ausschluss des Rechtsweges ermittelt. Also: Machen Sie mit. Und entscheiden Sie, wer in diesem Jahr der Publikumsfavorit wird. Wir drücken Ihnen die Daumen.