Kino

Berlinale: Goldener Ehrenbär für Michael Ballhaus

Er hat mit Fassbinder und Scorsese gearbeitet. Galt als „Auge Hollywoods“. Jetzt wird Michael Ballhauf auf der Berlinale geehrt.

Galt als das „Auge Hollywoods“: Michael Ballhaus

Galt als das „Auge Hollywoods“: Michael Ballhaus

Foto: Oliver Dietze / dpa

Er war lange der Kameramann von Rainer Werner Fassbinder. Dann ging er in die USA und hat dort mit Größen wie Francis Ford Coppola und immer wieder Martin Scorsese gearbeitet. Michael Ballhaus galt als das „Auge Hollywoods“.

Auf der 66. Berlinale, die vom 11. bis 21. Februar stattfindet, wird der heute 80-Jähirge nun mit einem Goldenen Ehrenbären fürs Lebenswerk ausgezeichnet. Außerdem wird ihm eine Hommage mit einer Auswahl seiner Filme gewidmet.

Rückkehr und Rücktritt vom Rücktritt

„Wir ehren Michael Ballhaus als einen Kameramann, der seinen Regisseuren ein kongenialer Partner war und dessen Oeuvre einzigartig ist“, teilte Berlinale-Chef Dieter Kosslick am Montag mit. Sein Werk umfasst rund 130 Titel für Film und Fernsehen, darunter allein 15 mit Fassbinder und sieben mit Scorsese sowie weitere mit Regisseuren wie Wolfgang Petersen, Volker Schlöndorff, Robert Redford, Paul Newman und Mike Nichols.

Nach „Departed“ wollte Ballhaus 2006 eigentlich aufhören und kehrte nach Berlin zurück, um seinen Lebensabend mit seiner Frau Helga zu genießen. Ihr überraschender Tod trieb ihn in dann in einen „Unruhestand“.

Abschied vor zwei Jahren

Seine zweite Frau Sherry Hormann überredete ihn sogar noch einmal, für ihren Kampusch-Film „3096 Tage“ vor zwei Jahren ein letztes Mal die Kamera zu führen.

Mit der Berlinale ist Ballhaus seit jeher eng verbunden. 1990 saß er auch einmal in der Internationalen Jury. Der Ehrenbär wird ihm am 18. Februar 2016 verliehen, danach wird Scorseses „Gangs of New York“ gezeigt, der einst die Berlinale 2003 eröffnet hat.