Noch nicht enthüllt

Ausstellung zu Berliner Denkmälern wird erneut verschoben

Die Schau „Enthüllt. Berlin und seine Denkmäler“ werde voraussichtlich erst Ende September, Anfang Oktober eröffnet, sagte Museumsleiterin Theissen - genug Zeit, um den Granitkopf Lenins zu besorgen.

Foto: Andreas Altwein / dpa

Die große Ausstellung zu Berliner Denkmälern verzögert sich weiter. Die Schau „Enthüllt. Berlin und seine Denkmäler“ in der Spandauer Zitadelle werde voraussichtlich erst Ende September, Anfang Oktober eröffnet, sagte Museumsleiterin Andrea Theissen. Problem sei derzeit die Sanierung einer Betondecke im früheren Proviantmagazin, wo die Exponate stehen sollen.

Theissen zeigte sich optimistisch, dass das Kernstück der Schau noch kommt: „Wir gehen fest davon aus, dass dann auch der Kopf des ehemaligen Lenin-Denkmals auf der Zitadelle sein wird.“ Der Granitkopf der Statue ist zur Zeit noch in einem Waldstück verbuddelt.

Das Denkmal wurde nach dem Mauerfall im Ostteil Berlins abgeräumt. Im Vorjahr gab es Streit, ob der 1,70 Meter hohe Lenin-Kopf wieder herausgeholt werden soll oder nicht. Er solle in diesem Sommer geborgen werden, sagte die Museumsleiterin.

Die Schau mit etwa 150 Büsten und Statuen ab dem 18. Jahrhundert sollte ursprünglich bereits 2013 fertig sein. Nun gab es aber beim Umbau des Proviantmagazins aus dem 16. Jahrhundert Schwierigkeiten. Die Zugfestigkeit in Halle Eins sei schlechter als zunächst angenommen. Die Bauarbeiten mussten vorübergehend eingestellt werden, wie die Leiterin sagte. Die Sanierung der Decke musste neu konzipiert werden, die Arbeiten seien wieder ausgeschrieben worden. „Wenn alles nach Plan läuft, können im März die Sanierungsarbeiten fortgesetzt werden“, so die Museums-chefin. Ab August sollen die Figuren aufgestellt werden.

Derzeit werde ein Bergungskonzept für den Lenin-Kopf erarbeitet, hieß es in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt. Absprachen liefen mit Naturschutzbehörden, Landesdenkmalamt und den Berliner Forsten. So schonend wie möglich für die Natur solle der steinerne Koloss ausgegraben werden, sagte Sprecherin Petra Rohland. Beantragt sei, die Zauneidechsen umzusiedeln, die sich auf Lenins Kopf angesiedelt haben.