Frühkritik

Premiere der „Soldaten“ in der Komischen Oper bejubelt

Ein musikalisches Stahlgewitter: Zimmermanns „Die Soldaten“, inszeniert von Skandal-Regisseur Calixto Bieito an der Komischen Oper, wird am Ende bejubelt - trotz bedrückender Szenen.

Foto: Monika Rittershaus

Das riesige Orchester sitzt in Stahlgerüsten auf der Bühne der Komischen Oper. Die Musiker und auch Dirigent Gabriel Feltz tragen Tarnuniformen, und sie hüllen das Publikum zwei Stunden lang in ein musikalisches Stahlgewitter.

Die Premiere von Bernd Alois Zimmermanns „Die Soldaten“ wird am Ende bejubelt, auch wenn es ein bedrückender Abend ist.

Es geht um die unschuldige Marie, die den sozialen Aufstieg möchte und am Ende zur Vergewaltigung freigegeben wird.

Das lässt Regisseur Calixto Bieito vorn an der Rampe vollziehen. Der bekannte Skandal-Regisseur, der auch Folter und Missbrauch szenisch umsetzen lässt, ist insgesamt gemäßigter geworden. Er fängt diesmal kein Buh ein. Die Sänger-Riege um Susanne Elmark (Marie) ist exzellent.