Erst hat der Bund das Haus saniert, jetzt hat er es erworben: Das Haus der Berliner Festspiele an der Schaperstraße in Wilmersdorf „ist in diesem Monat in das Eigentum des Bundes übergegangen“, teilte die Pressestelle von Kulturstaatsministerin Monika Grütters am Dienstag mit. „Ich bin sehr froh, dass dieser wichtige Kulturstandort in der Hauptstadt langfristig gesichert werden konnte. Die Berliner Festspiele haben nun eine dauerhafte Heimat für die Durchführung ihrer Festivals und Programmreihen“, sagte Grütters.

Die Festspiele nutzen das ehemalige Theater der Freien Volksbühne seit 2001, neben dem Jazzfest findet dort unter anderem auch das Berliner Theatertreffen statt. Rund 15 Millionen Euro hat der Bund in die Sanierung des Theaters gesteckt, die vor drei Jahren abgeschlossen wurde. Das Festspielhaus gehörte bislang einer privaten Immobiliengesellschaft, der Bund hatte sich ein Vorkaufsrecht einräumen lassen, „wodurch jetzt ein Erwerb des Festspielhauses für 13,8 Millionen Euro möglich wurde“, wie die Pressestelle mitteilte. Der Kauf sei wirtschaftlich „erheblich vorteilhafter als die Fortführung des Mietvertrages und stellt die kostengünstigste Variante für den Bund dar“, heißt es.

Wie hoch die Jahresmiete ist, wurde nicht mitgeteilt, angeblich soll sie bei 700.000 Euro liegen. Der Verein der Freien Volksbühne hatte sein Theater 1999 aus finanziellen Gründen verkaufen müssen. Hätte der Bund gleich zugegriffen, hätte er Geld gespart: Das Theater wurde damals für umgerechnet sieben Millionen Euro verlauft.

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