Frühkritik

Applaus und Buhs für „Così fan tutte“ an der Komischen Oper

An der Komischen Oper hatte „Così fan tutte“ von Wolfgang Amadeus Mozart Premiere. Die Aufführung gerät zu einem Kostümschinken in einer Restauratorenwerkstatt.

Regisseur Alvis Hermanis riskiert an der Komischen Oper einen Kostümschinken. Warum auch nicht? Er verlegt Mozarts „Così fan tutte“ in eine heutige Restauratorenwerkstatt. Mittendrin in weißen Kitteln die beiden Liebespaare, die sich der Treueprobe aussetzen. Hermanis bedient die altbackene Lesart, wonach Frauen unzuverlässig, lüstern und dumm sind. Musikalisch hingegen räumen die beiden Damen bei der Premiere ab. Buhs gibt es für den Regisseur – wegen der Langeweile.