DDR-Geschichte

Film „Die Akte Lindenberg“ ergänzt Schau in Villa Schöningen

Im Oktober 1983 sang Udo Lindenberg in Ost-Berlin. Was damals hinter den Kulissen des mittlerweile legendären Konzerts geschah, ist nun in der Villa Schöningen in Potsdam zu sehen.

Foto: Bernd Settnik / dpa

Jahrelang hatte Udo Lindenberg für einen Auftritt in Ost-Berlin gekämpft. Am 25. Oktober 1983 sang der Panikrocker schließlich zum ersten und letzten Mal in der DDR, im Palast der Republik beim FDJ-Festival „Für den Frieden der Welt“.

Was damals hinter den Kulissen des mittlerweile legendären Konzerts geschah, ist nun in der Villa Schöningen wenige Meter von der Glienicker Brücke entfernt in Potsdam zu sehen. Fernsehmoderator Reinhold Beckmann hat „Die Akte Lindenberg – Udo und die DDR“ geöffnet und daraus im Jahr 2011 gemeinsam mit dem Regisseur Falko Korth einen Dokumentarfilm gemacht. Nun ergänzt das Werk die seit 2009 bestehende Dauerausstellung in der Villa Schöningen zur deutsch-deutschen Teilung. Neu hinzugekommen ist auch die Videoinstallation „Das Leben im Todesstreifen“ des Berliner Künstlers Stefan Roloff.

Bei der Präsentation am Montagnachmittag zeigten Lindenberg und Beckmann den Film in Anwesenheit von prominenten Gästen wie den Moderatoren Thomas Gottschalk und Günther Jauch, der in Potsdam lebenden Schauspielerin Nadja Uhl, Schriftsteller Benjamin von Stuckrad-Barre, Udo Kittelmann, Direktor der Alten Nationalgalerie, und Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz.

Beckmann hatte Lindenberg 1983 als Kameraassistent für die ARD begleitet und dessen Auftritt und die Begegnung mit Ost-Fans gefilmt. Vor allem mit seinem Song „Sonderzug nach Pankow“ und seinem Musical „Hinterm Horizont“ hat sich der Musiker ein Denkmal in der deutsch-deutschen Geschichte gesetzt.