Das Medienboard Berlin-Brandenburg hat im vergangenen Jahr 359 Film- und Standortprojekte mit 28,8 Millionen Euro unterstützt, die für 99 Millionen Euro Umsatz in der Region gesorgt haben. Jeder investierte Euro wurde damit fast vierfach in Berlin und Brandenburg ausgegeben.
Diese Erfolsbilanz nannten die Geschäftsführer des Medienboards, Kirsten Niehuus und Elmar Giglinger bei der Präsentation ihrer Jahresbilanz am Mittwoch in Berlin. Björn Böhning, der Leiter der Berliner Senatskanzlei, bezeichnete die Filmförderung als „.nachhaltigen Wachstumspfad“. Der Förderpolitik des Medienboards sei es zu verdanken, dass „die Hauptstadtregion in den letzten Jahren zum führenden Film- und Medienstandort in Deutschland geworden ist“.
64 Spielfilme hat das Medienboard im vergangenen Jahr gefördert – darunter „Cloud Atlas“ von Tom Tykwer, Matthias Schweighöfers „Schlussmacher und das TV-Event „Das Adlon“ von Uli Edel. 10,3 Millionen Zuschauer kauften Tickets für Produktionen mit Medienboard-Förderung. Das ist knapp die Hälfte aller Besucher deutscher Filme (24 Millionen).
Wo sich die Weltstars treffem
Nirgendwo in Deutschland drehen so viele internationale Stars wie in Berlin und Brandenburg. Tom Hanks, Halle Berry, Til Schweiger, Matthias Schweighöfer und viele andere Stars, zuletzt George Clooney, seien Markenbotschafter für die Region und ihre Filmkompetenz geworden. Die zahlreichen Preise und Auszeichnungen – Lolas, Goldene Palme („Liebe“ von Michael Haneke), Golden Globe und Auslands-Oscar (2012 drei, 2013 fünf Nominierungen) – sprächen für kulturelle Höchstleistungen für Filme aus der Hauptstadtregion, so Niehuus.
Sie widersprach der in der Vergangenheit geäußerten Kritik, das Medienboard betreibe Blockbusterförderung. Vier Filme hätten im vergangenen Jahr jeweils mehr als eine Million Zuschauer angezogen. Man habe aber mehr als 60 Produktionen gefördert.
Berlin unter Top-Kongressorten weltweit
Das Medienboard verweist auch auf Erfolge beim Standortmarketing: „Die Hauptstadtregion gehörte 2012 erstmals zu den vier begehrtesten Kongress-Destinationen der Welt“, sagte Elmar Giglinger. Als herausragende Events nannte er die Deutschen Gamestage mit mehr als 6000 Fachbesuchern in diesem Jahr (2012: 3200) sowie die Berlin Web Week, die 8000 Besucher angezogen habe. Davon entfielen allein 5000 auf die re:publica. Insgesamt sei die Medienwirtschaft so zufrieden wie noch nie mit dem Standort Berlin-Brandenburg. Als wesentliche Standortfaktoren nannte er das kreative Umfeld, die gute Infrastruktur und die niedrigen Lebenshaltungskosten. Auch die Ansiedlung von Unternehmen wie Twitter und Mozilla spreche für den Standort.
Das Medienboard hat sich auch die Stärkung der Region als TV-Produktionsstandort auf die Fahnen geschrieben. Ab 2013 unterstützt das Medienboard mit jährlich bis zu 500.000 Euro die Entwicklung und Herstellung von Piloten für serielle Fernsehformate. Das Förderprogramm ist vorerst auf zwei Jahre begrenzt.
Digitaltechnik für 110 Kinoleinwände
Damit die geförderten Produktionen auch beim Zuschauer ankommen, hat das Medienboard die Förderung von Kinos fortgesetzt und die Umrüstung auf digitale Abspieltechnik unterstützt. Die Umrüstung von 51 Leinwänden in Berlin und Brandenburg sei mit etwa einer Million Euro unterstützt worden. Damit seien nun mehr als 110 Leinwände in Berlin und Brandenburg digital bespielbar.





