Der Dirigent Kurt Masur erhält in diesem Jahr die Berliner Urania-Medaille. Mit der Auszeichnung würdigt das Bildungs- und Kulturzentrum Urania am 23. April neben dem künstlerischem Lebenswerk des 82-Jährigen auch seine Verdienste für Demokratie und Freiheit in Deutschland.

Im Wende-Herbst 1989 gehörte Masur während der Leipziger Montagsdemonstrationen zu den sechs Unterzeichnern des Aufrufs zu beiderseitiger Gewaltlosigkeit. Diesem Appell wird ein entscheidender Anteil an der Verhinderung eines Blutbads zugeschrieben.

Masur wurde in den 1970er-Jahren als Kapellmeister des Gewandhaus-Orchesters Leipzig berühmt. Von 1990 bis 2002 war er Chef der New Yorker Philharmoniker sowie von 2000 bis 2007 Musikdirektor der Londoner Philharmoniker.

Zum Festakt sind 800 Gäste geladen, Karten für 25 Euro gibt es aber auch im freien Verkauf. Die Preisverleihung eröffnet Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD).

Die Urania-Medaille wird seit 1988 an Persönlichkeiten vergeben, die sich um die Öffentlichkeit verdient gemacht haben. Zu den bisherigen Preisträgern gehören Ex-Bundespräsident Richard von Weizsäcker sowie der Dirigent der Berliner Philharmoniker, Sir Simon Rattle.

dpa/jw