Pech für Deutschland: Der erhoffte Grammy für die beste Orchesterdarbietung ist in diesem Jahr in den USA geblieben. Die Berliner Philharmoniker gingen leer aus. Sie waren mit ihrer Aufnahme von Hector Berlioz' „Symphonie Fantastique“ unter der Leitung von Chefdirigent Sir Simon Rattle für den begehrten Musikpreis nominiert worden.
Doch den Zuschlag erhielten das Boston Symphony Orchestra und der Tanglewood Festival Chorus unter Maestro James Levine für ihre Aufführung von Maurice Ravels „Daphnis Et Chloé. Zu den anderen Verlierern in dieser Kategorie gehörten auch das Londoner Philharmonia-Orchester, das russische Mariinsky-Orchester sowie die Warschauer Philharmoniker.
Auch die zweite Grammy-Hoffnung der Berliner zerschlug sich in der Nacht zum Montag. Sie waren zusammen mit dem London Symphony Orchestra an einer Einspielung der Klavierkonzerte von Béla Bartók unter Pierre Boulez beteiligt, die mit einer Nominierung für den besten Instrumentalauftritt von Solisten antrat. Das Rennen aber machten Evgeny Kissin und das Philharmonia Orchestra unter Vladimir Ashkenazy mit Prokofievs Pianokonzerten Nr. 2 und 3.
Die weltberühmten Berliner Philharmoniker haben seit 1970 schon mehr als ein halbes Dutzend Grammys eingeheimst. Die diesjährigen Preise, auf die sie sich Hoffnung gemacht hatten, waren unter den Ehrungen, die die Organisation der amerikanischen Plattenindustrie am Sonntagabend (Ortszeit) bereits vor ihrer traditionellen Gala im Internet bekannt gab.
Die Grammys wurden in diesem Jahr zum 52. Mal vergeben. Sie sind die wichtigsten amerikanischen Musikpreise und werden in insgesamt 109 Kategorien für Rock, Pop, Country, Jazz und Klassik vergeben.



















