Die neue Kinowoche verheißt ungewöhnliche Einblicke. Ein Historienfilm ist mal nicht aus Sicht großer, historischer Figuren, sondern aus der eines einfachen Mannes erzählt. Ein Dokumentarfilm durfte erstmals im streng abgeschirmten KitKatClub in Berlin-Mitte drehen. Und ein anderer Dokumentarfilm begleitet die Oasis-Brüder Noel und Liam Gallagher bei ihrer Reunited-Tour. Neben dieser von den Fans heiß ersehnten Wiedervereinigung gibt es noch eine zweite, auf die die Welt nicht gewartet hat. Dafür gibt es aber auch eine späte Kino-Premiere für einen Kultfilm. Die Tops und Flops im Überblick:

  • „KitKatClub: Kinks of Berlin“

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Es ist einer der angesagtesten Clubs weltweit. In dem nicht nur Technomusik, sondern auch sexuelle Freiheit gelebt wird. Die Door Policy ist allerdings so streng wie nirgends. Und Kameras jedweder Art absolut verboten. Dieser Dokumentarfilm aber gibt erstmals Einblicke in den Berliner KitKatClub. Aber gar nicht voyeuristisch oder gar sensationslüstern. Er nähert sich dem legendären Club auf intime Art – über die Menschen, die das „Kitty“ ausmachen und zu dem machen, was es ist. Nachtschwärmer, Paradiesvögel, Individualisten. Und das alles wird in betörenden Schwarzweißbildern eingefangen.

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  • „The Uprising“

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Robin Hood ist tot. Der Film „The Death of Robin Hood“ hat den Mythos erst kürzlich beendet. Hier gibt es allerdings Ersatz: „Jason Bourne“-Regisseur Paul Greengrass stellt in seinem ersten Historienfilm den englischen Bauernaufstand des Jahres 1381 nach. Und dies einmal nicht aus Sicht historisch verbürgter Anführer, sondern aus einer Perspektive, die bei derartigen Film-Epen meist fehlt: die eines einfachen Bauern (Ex-„Spider Man“ Andrew Garfield) aus der Masse. Und siehe: Wutbürger gab es schon immer.

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  • „Oasis – Don’t Look Back in Anger“

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Die Gallagher-Brüder Liam und Noel sind wiedervereint. Und feierten das nicht nur mit einer großen Tournee, sondern auch mit einem Dokumentarfilm, der sie dabei begleitet hat. Gerade erst feierte der Film Premiere bei den Filmfestspielen in Venedig, schon kommt er in unsere Kinos. Ein Muss für alle Fans. Auch wenn dabei drängende Fragen, wer damals eigentlich wen geohrfeigt hat und wer zuerst die Hand zur Versöhnung ausgestreckt hat, unbeantwortet bleiben.

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  • „Bad Apples“

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Was tun mit Problemschülern? Eine Frage, die sich in vielen Schulen aufdrängt. Und an der so mancher Lehrkörper verzweifelt. In dieser Filmsatire findet Saoirse Ronan als junge, überforderte Lehrerin eine radikale Lösung: indem sie den Problemschüler einfach in ihrem Keller gefangen hält. Eine Win-win-Lösung für alle: Die Klasse kann ohnehin viel besser lernen, die Lehrerin kann sich durchsetzen. Und im Keller kann sie sogar ihrem Gefangenen was beibringen. Eine rabenschwarze Komödie, bei der einem das Lachen nicht selten im Hals stecken bleibt.

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  • „Practical Magic 2: Zauberhafte Schwestern“

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Es gibt auch Wiedervereinigungen, die keiner braucht. Wie die von Sandra Bullock und Nicole Kidman. Vor 28 Jahren spielten sie schon einmal zwei ungleiche Schwestern mit Hexenkräften. Doch der Film krankte auch daran, dass die beiden Damen keine wirkliche Chemie miteinander hatten. Das hat Hollywood nicht davon abgehalten, sie nun noch einmal zusammenzuführen. Aber es ist verhext: Noch immer will sich keine Chemie einstellen. Von wegen „zauberhaft“: Das ist nur was für Hardcore-Fans.

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  • „Hard Boiled“

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John Woo ist ein Meister des Action-Kinos. Was der Hongkong-Regisseur auch mit seinen Hollywoodfilmen wie „Im Körper des Feindes“ oder „Mission: Impossible 2“ bewiesen hat. Der Film, der sein internationaler Durchbruch war und ein Meilenstein des Action-Genres darstellte, landete in Deutschland allerdings gleich in der Videothek. Und kommt jetzt, nach 34 Jahren, doch noch mal auf die große Leinwand. „Hard Boiled“ ist Action pur. Mit verrückten Stunts, immer ein bisschen zu viel, aber Adrenalin pur. Auch für Hauptdarsteller Chow Yun-Fat („Tiger, Dragon“) war das der Beginn einer internationalen Karriere.

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  • „Frühstück bei Audrey“

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Bei dem Filmtitel muss man natürlich erst mal an „Frühstück bei Tiffany“ mit Audrey Hepburn denken. Die französische Komödie erzählt allerdings eine ganz andere Geschichte: Ein einfacher Angestellter ist da glücklich mit seiner Frau, die brav zuhause sitzt und auf ihn wartet. Nur dass sie halt nur eine Sexpuppe ist. Die aber erwacht eines Tages zu echtem Leben. Und da wird da kein Traum wahr, sondern ein Albtraum. Das Thema ist nicht gerade neu, und der Film weiß dem leider auch keine neuen Facetten abzugewinnen. Es bleibt ein mageres Frühstück.

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Und das sagen die Filmkritiker:

Filmspiegel 10. September
Filmspiegel 10. September© BM Infografik / Berliner Morgenpost | C. Schlippes

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