Der desiginierte Intendant der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Matthias Lilienthal, will am 7. August ein Schwimmbad vor dem Theater in Mitte eröffnen. Das „sogenannte Volksbad“ soll eine Größe von 25 mal 6 Meter haben, sagte er im Gespräch mit der Berliner Morgenpost: „Man kann es gratis benutzen, es wird auch einen Bademeister geben. Die Finanzierung dafür haben wir knapp hinbekommen und hoffen, dass wir das Rahmenprogramm von einer privat finanzierten Kulturstiftung bekommen.“

Lilienthal sagte, die Idee sei nach Produktionen der Performance-Künstlerin Florentina Holzinger an der Volksbühne entstanden. „Zuerst war die Idee, einen großen wassergefüllten Glaskubus vor das Haus zu stellen, das wäre aber viel zu teuer geworden. Nun haben wir eine gute Lösung gefunden“, so Lilienthal. Die Aktion sei auch als politisches Statement zu verstehen, als „ein Protest dagegen, dass der Senat und die Berliner Bäderbetriebe nicht ihre Pflicht tun, den Stadtbewohnern anständige Hallen- und Freibäder zur Verfügung zu stellen. Die CDU und die SPD lassen die öffentliche Infrastruktur in der Stadt verfallen“. Zugleich sei es ein ästhetisches Signal: „Denn wenn sich Menschen vor der Volksbühne gegenseitig nassspritzen, wird es zu einem theatralen, performativen Akt“, so Lilienthal.
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Lilienthal, der bereits in den Neunzigerjahren als Chefdramaturg an der Volksbühne gearbeitet hat, wird seine neue Position am 1. August antreten. Das Haus wird unter seiner Intendanz auch wieder die Prater-Spielstätte an der Kastanienallee in Prenzlauer Berg bespielen.




