Diese Woche starten zwei Biopics, die doch unterschiedlicher nicht sein könnten: Eines behandelt das Thema Sexueller Missbrauch als verstörendes Drama, das andere das Tourette-Syndrom überraschend als Komödie. Daneben ist Kevin Jones allein auf Hochzeitsreise zu erleben, und ein kleiner Dokumentarfilm gibt einen erschütternden Einblick, wie leicht man Fake News ins Fernsehen bringen kann. Die Neustarts im Überblick:

  • „Verflucht normal“

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Ein Biopic über den Schotten John Davidson, der am Tourette-Syndrom mit unsteuerbaren Tics und motorischen Störungen litt. Bis er mit seiner Krankheit an die Öffentlichkeit ging, um diese über die lange unbekannte Krankheit aufzuklären. Dem Film gelingt eine mutige Balance zwischen dem Ernst der Geschichte und der Komik, die doch oft damit verbunden ist. Und Robert Aramayo in der Hauptrolle ist einfach eine Sensation. Unser Tipp der Woche!

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  • „Tod meiner Jugend“

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Die wahre Geschichte von Kai Peter, der als Kind immer wieder sexuell missbraucht wurde: von der eigenen Mutter, vom Leiter des Heimes, in das er kam, bis zu der Schreinerei, in der er seine Lehre machte. Ein aufrüttelnder Film von und mit Timo Jacobs, der nicht ganz rund geworden ist, sondern wie ein roher Entwurf wirkt. Aber gerade mit dieser Rohheit zutiefst verstört und aufwühlt.

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  • „I Only Rest in the Storm“

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Ein Umweltingenieur aus Portugal reist nach Guinea-Bissau, um Entwicklungshilfe zu leisten, schämt sich aber seiner weißen, postkolonialen Herkunft. „I Only Rest in the Storm“ wurde vor einem Jahr in Cannes in der Reihe Un certain regard ausgezeichnet und kommt jetzt in die Kinos. Ein bildgewaltiger Film über das Streitthema Postkolonialismus, das über dreieinhalb Stunden von allen Seiten beleuchtet wird, was aber zuweilen sehr didaktisch wirkt.

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  • „Born To Fake“

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Schon vor dem Fall Relotius gab es den Fall Michael Born. In den 90er-Jahren produzierte der selbst ernannte Journalist lauter gefälschte Beiträge für die Sendung „Stern TV“ mit Günther Jauch. Dabei hätten die Features keiner Prüfung standhalten können, waren zum Teil deutlich als Fake zu erkennen. Ein Lehrstück über die Wahrheitstreue von Medien, was in Zeiten von KI und Deep Fakes ein immer wichtigeres Thema wird.

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  • „Ticket ins Leben“

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Ein gefeierter Chansonnier will nicht mehr. Und aus dem Leben scheiden. Doch just da wird er von einem großen weiblichen Fan entdeckt, die ihm nun nicht mehr von der Seite weichen will, wie sehr er sich auch anstrengt. Französische Filmkomödie in der Tradition der „Filzlaus“, weniger mörderisch, aber nicht weniger komisch.

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  • „Solo Mio“

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Die Traumhochzeit im fernen Rom: alles schon aufwändig geplant. Doch was, wenn der Bräutigam just vor dem Altar stehen gelassen wird? Das passiert „King of Queens“-Star Kevin James in dieser US-Komödie. Die Lösung: Statt alles platzen zu lassen, tritt er die bereits bezahlte Flitterwochenreise allein an. Um im sonnigen Italien wieder zu sich selbst zu finden. Und vielleicht auch zu einer anderen Amore.

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Und das sagen die Filmkritiker:

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BMO_Filmspiegel_2805_ba.jpg© BM Grafik | Babette Ackermann-Reiche

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