Während das Michael-Jackson-Biopic gerade die Kinosäle beherrscht, drängen schon die nächsten Neustarts nach. Und auch die haben es in sich. „Der Teufel trägt Prada 2“ vereint erneut Meryl Streep und Anne Hathaway, das Drama „Rose“ zeigt Sandra Hüller einmal mehr in Höchstform. Und ein Fantasyfilm nach Enid Blytons berühmter Kinderbuchreihe entführt uns in eine magische Parallelwelt. Die Neustarts im Überblick:
- „Der Teufel trägt Prada 2“
Meryl Streep hat noch nie eine Fortsetzung gemacht. Nun aber schlüpft sie, 20 Jahre nach dem ersten Teil, wieder in die Rolle der grauenhaften Modemagazin-Herausgeberin Miranda Priestly. In Zeiten von Compliance-Vorschriften steht ihre despotische Art aber intern in der Kritik. Dann erlebt sie extern auch noch einen wahren Shitstorm. Und soll ausgebootet werden. Helfen soll ihr dabei ausgerechnet ihre ehemalige Assistentin, die wieder von Anne Hathaway gespielt wird. Eine gelungene Fortsetzung, weil sie eine ganz andere Tonlage hat.
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- „Rose“
Eine Frau gibt sich im Dreißigjährigen Krieg als Mann aus, um mehr Freiheit zu haben. Und will das auch im Frieden nicht aufgeben. Sie tritt ein falsches Erbe an und führt einen Gutshof. Die Dörfler tuscheln allerdings über den „Sonderling“. Und dann soll er auch noch heiraten. Starkes, stilisiertes Kino, das aktuelle Diskussionen über Identität und Gender mitdenkt. Grandios gespielt von Sandra Hüller, die dafür auf der Berlinale ihren zweiten Silbernen Bären erhielt.
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- „Gavagai“
Eine launische Regisseurin dreht in Afrika eine moderne „Medea“-Version. Und tritt dabei in alle Näpfchen. Die deutsche Hauptdarstellerin verliebt sich in ihren senegalesischen Partner. Bei der Premiere in Deutschland verkehren sich die Machtverhältnisse. Ulrich Köhlers Film mit Maren Eggert ist ein kluges, bissiges Drama über Rassismus, Kulturbetrieb und die Tücken moralischer Gewissheit.
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- „Der Wunderweltenbaum“
Fantasy-Kino nach Enid Blyton: Ein prächtiger Baum im Wald wird für drei Kinder zum Portal ins Fantastische, wo sie auf eine quietschbunte Welt und viele exotische Wesen treffen. Ein hübscher Film für Kinder und die, die es geblieben sind. Mit Stars wie Andrew Garfield, Claire Foy und Rebecca Ferguson.
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- „Der Frosch und das Wasser“
Ein Mann mit Down-Syndrom büxt aus seiner betreuten Wohngruppe aus und landet in einem Reisebus voller Japaner auf dem Weg nach Weimar. Dort findet er in einem schweigsamen Japaner einen neuen Freund. Ein schräges Buddy-Roadmovie, das Themen wie Inklusion und Außenseitertum verhandelt. Allein: Die Geschichte funktioniert auf der Leinwand nicht.
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- „American Sweatshop“
Sogenannte Content-Moderatoren sitzen am Computer, um im Netz zu filtern, was Gewalt, Sex oder anstößiges Material verbreitet. Eine junge Mitarbeiterin hält das, was sie da täglich sehen muss, nicht länger aus. Und will einen Mann, der eine Gewalttat gegen eine Frau online gestellt hat, zur Rechenschaft ziehen. Ein brisantes Thema, nur leider fehlt es dem Film an Schärfe, was Milieu und Charaktere angeht.
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Und das sagen die Filmkritiker:

Weiterhin im Kino:
- Eine Lichtfigur ohne Schattenseiten: das Biopic „Michael“
- So reich und doch so leer: „Die reichste Frau der Welt“ mit Isabelle Huppert
- Eine lüsterne, verkommene, toxische Sippe: „Rosebush Pruning“
- Ein filmischer Kommentar zur Influencer-Hölle: „Babystar“
- Wenn das Lächeln erstirbt: das Missbrauchsdrama „Luisa“
- Gelungenes Migrationsdrama: „Zwischen uns das Meer“









