Die neue Kinowoche wird klar überstrahlt von Antoine Fuquas langerwartetem Biopic über Michael Jackson. Das allerdings an einer entscheidenden Stelle kneift und deshalb enttäuscht. Die Kinos haben aber noch andere Schauwerte zu bieten: Isabelle Huppert als reichste Frau der Welt, Jungstars, die sich in einer Familiensatire an die Gurgel gehen und zwei bemerkenswerte, fein erzählte Dramen aus Deutschland. Hier die Tops und Flops im Überblick:
- „Michael“
Das lang erwartete Biopic über Michael Jackson, den King of Pop, lässt die alten Hits wiederauferstehen. Und erzählt vom Aufstieg des Sängers unter der Knute seines brutalen Vaters. Neffe Jaafar Jackson überzeugt dabei in der Rolle seines Onkels. Aber die vielen Missbrauchsvorwürfe gegen Jackson werden hier einfach ausgeblendet. Die Filmbio ist nur eine halbe. Dieser wichtige Themenkomplex wird unter den Teppich gekehrt.
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- „Die reichste Frau der Welt“
Sie ist so unermesslich reich, dass sie mit den Millionen nur um sich wirft. Für einen Filou, der sie etwas erheitert. Bis die Familie ihr Erbe in Gefahr sieht. Das Filmdrama erzählt kaum verhüllt den Skandal um die L‘Oréal-Erbin Lilian Bettencourt, herrlich divös gespielt von Isabelle Huppert. Der Film beschränkt sich aber auf das Familiendrama. Und scheut vor dem Politskandal zurück, der das auch war.
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Über diesen Film haben wir auch mit der Hauptdarstellerin Isabelle Huppert gesprochen:
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- „Rosebush Pruning“
Jeder wäre gern reich. Und tröstet sich, dass Geld allein auch nicht glücklich macht. Dafür gibt es auch immer wieder Filme. Wie nun diesen, in dem eine stinkreiche Blase dem Nichtstun frönt. Und sich alle lüstern nach dem ältesten Sohn verzehren. Bis einer der Brüder ihn beschützen will und beschließt, alle anderen dafür auszuradieren. Ein Film mit edlen Dekors und großen Stars, der aber doch nie böse genug ist. Und genau an der Oberfläche bleibt, deren Schein er doch eigentlich geißeln müsste. Wir raten ab.
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- „Babystar“
Eine 16-Jährige ist Influencer-Star. Und das seit ihrer Geburt. Weil ihre Eltern wirklich ihr gesamtes Leben ins Netz stellen - und sich damit ihren Luxus finanzieren. Die Tochter kennt das alles nicht anders und spielt brav mit. Doch als die Eltern noch ein zweites Kind wollen, weil Geburt und Baby-Content noch mehr Klicks versprechen, rebelliert der Teenager. Die Hauptdarstellerin ist ein Erlebnis, und der der Film als Ganzes auch.
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- „Luisa“
Die Titelfigur lebt in einem betreuten Wohnheim für Menschen mit Behinderungen. Und bezaubert alle mit ihrem Lachen. Bis dieses eines Tages verstummt. Und sie schwanger wird. Von ihrem Freund kann das Kind nicht sein, der ist zeugungsunfähig. So kommt der Verdacht auf, dass sie von einem Betreuer vergewaltigt wurde. Ein leises Drama über ein schwieriges Thema, das gekonnt erzählt ist und den richtigen Ton wahrt.
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- „Zwischen uns das Meer“
Filmdramen über Migration sind oft brandaktuell, aber auch oft voller Klischees. Saïd Hamich Benlarbis Film ist eine seltene Ausnahme. Er handelt von einem jungen Marokkaner, der nach Frankreich kommt, dort aber immer fremd bleibt.
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Und das sagen die Filmkritiker:

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- Ein Leben in Scherben: das Filmdrama „Vier minus drei“
- Der Kultfilm als Doppel-Whopper: Quentin Tarantinos „Kill Bill“
- Jodie Foster ermittelt in eigener Sache: „Paris Murder Mystery“
- Gerichtsdrama über Stolz, Schuld und Emanzipation: „Friedas Fall“
- Hier ist nichts normal: die Thriller-Komödie „Normal“
- Selbstbetrachtung der Millennial-Generation: „Allegro Pastell“










