Manchmal braucht es lange, bis ein großer Stoff ins Kino kommt: Valerie Bauer-Pachl schrieb ihr erschütterndes Erlebnisbuch „Vier minus drei“ schon vor 15 Jahren, doch lange traute sich keiner, es zu verfilmen. Quentin Tarantino musste noch länger, nämlich 22 Jahre, warten, bis er „Kill Bill“, einen seiner Klassiker, an einem Stück ins Kino bringen darf. Und auch sonst hat die Filmwoche viel Abwechslungsreiches zu bieten: Jodie Foster als französisch sprechende Hobbydetektivin und Jannis Niewöhner in einer weiteren Buch-Adaption. Die Tops und Flops im Überblick:

  • „Vier minus drei“

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Eben war sie noch glückliche Familienmutter, da verliert die Clownin Barbara ihren Mann und beide Kinder bei einem Autounfall. Wie den Schmerz bewältigen, wie weiterleben: Das zeigt dieser außergewöhnliche Film, der auf einer wahren Geschichte beruht, mit starken, zarten Bildern. Und einer überwältigenden Valerie Pachner in der Hauptrolle. Ein Film, der zu Herzen geht.

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  • „Kill Bill: The Whole Bloody Affair“

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Damals kam Quentin Tarantinos grandiose Schlachteplatte mit Uma Thurman als schlagkräftige Rächerin in zwei Teilen ins Kino. Dabei wollte der Kultregisseur „Kill Bill“ immer am Stück zeigen. Das ist ihm nun rechtlich erlaubt. Und dabei hat er sogar noch was dazu gestrickt. Auch nach 22 Jahren hat der Film nichts von seinem Witz und seiner Wucht verloren. Und ein ärgerlicher Spoiler wurde dabei auch getilgt.

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  • „Paris Murder Mystery“

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Jodie Foster steht seit Kindesbeinen an vor der Kamera. Und doch kann die 63-Jährige noch mit einem späten Debüt auftrumpfen: Als Therapeutin in Paris, die wegen einer verstorbenen Klientin zur Hobbydetektivin wird, spricht sie durchweg Französisch. Und meistert das avec bravour. Ihr zur Seite stehen französische Kollegen wie Daniel Auteuil und Matthieu Amalric.

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  • „Friedas Fall“

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Der Film beruht auf einer wahren Geschichte um Gleichberechtigung und Gerechtigkeit. 1904 stand eine Frau in der Schweiz vor Gericht, weil sie ihr Kind getötet hat. Der damals Aufsehen erregende Prozess um Frieda Keller führte später in der Schweiz zu umfassenden Reformen in der Justiz. Ein feinfühlig inszeniertes Drama, das viel Raum für Zwischentöne lässt.

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  • „Normal“

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Bob Odenkirk, bekannt aus den Serien „Breaking Bad“ und „Better Call Saul“, hat die Rolle des „Everyday Action Hero“ für sich entdeckt. Hier spielt er einen neuen Sheriff in einem verschlafenen Nest im Mittleren Westen der USA. Das Kaff trägt den Namen des Filmtitels, aber normal ist hier nichts. Die Einwohner sind alle reichlich bewaffnet. Und am Ende muss er sich ihrer erwehren. Eine schwarze Komödie, die von staubtrockenem Humor lebt - und von der stoischen Mimik des Hauptdarstellers.

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  • „Allegro Pastell“

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Leif Randts Buch geriet zum Bestseller. Da ließ die Verfilmung nicht lange auf sich warten: Die Geschichte eines ungleichen Pärchens (Sylvaine Valigant und Jannis Niewöhner), das sich findet und verliert, aber nichts von der Welt um sich herum mitzubekommen scheint. Am Ende bleibt so nur das Gefühl, der Nabelschau einer Generation im Stillstand beigewohnt zu haben.

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Und das sagen die Filmkritiker:

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BMO_Filmspiegel_1604_ba_.jpg© BM Grafik | Babette Ackermann-Reiche

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