In dieser Woche gibt es gleich zwei schöne Filme aus Südkorea, und zwei Literaturverfilmungen aus Deutschland, die ins Hier und Heute verlegt worden. Und außerdem ist eine Entdeckung aus dem Irak zu machen. Die Neustarts im Überblick:

  • „No other Choice“

Konkurrenz muss man ausstechen: Der südkoreanische Kultregisseur Park Chan-wook („Oldboy“) nimmt das wörtlich: In seiner bitterbösen Gesellschaftssatire versucht ein arbeitslos gewordener Manager, künftige Mitbewerber zu beseitigen. Was aber gar nicht so einfach ist. Schwarzer Humor mit viel Biss und Tiefgang. Da bleibt einem das Lachen im Halse stecken!

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  • „Ein Kuchen für den Präsidenten“

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Auf den Filmfestspielen von Cannes sorgte dieser Film im vergangenen Jahr für Aufsehen. Er steht gar für einen neuen Aufbruch des irakischen Kinos. Eine Schülerin aus armen Verhältnissen muss zum Geburtstag des Diktators Saddam Hussein einen Kuchen backen. Was die Großmutter in Nöte bringt. Bis das Mädchen ausreißt und allein durch die Großstadt irrt. Jüngste Zeitgeschichte mutig aufgearbeitet, aber aus der Sicht eines Kindes und mit Mitteln des Märchens.

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  • „Der Schimmelreiter“

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Mutige Neuverfilmung von Theodor Storms berühmtester Novelle: Dieser „Schimmelreiter“ spielt im Hier und Jetzt, soll ein Vorreiter sein für kühne Utopien im Zeichen des Klimawandels. Und unterfordert doch sein Publikum und belehrt zu sehr mit dem Zeigefinger. Schade, dagegen können auch die Darsteller nicht anspielen.

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  • „Ungeduld des Herzens“

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Und gleich noch eine Literaturverfilmung, auch diese in die Gegenwart versetzt – aber hier gelingt’s. Ein Bundeswehrsoldat lernt eine Frau im Rollstuhl kennen und gaukelt ihr aus Mitleid Gefühle vor, die er gar nicht hat. Was schließlich in einer Katastrophe endet. Stefan Zweigs einzigen Roman erkennt man dahinter fast nicht. Ein starkes, vielversprechendes Regiedebüt, das beim Max-Ophüls-Festival gefeiert wurde!

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  • „Ein Winter in Sokcho“

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Eine junge Südkoreanerin entdeckt durch einen fremden Franzosen ihr Leben und ihre Stadt neu: Verfremdet mit eingestreuten, animierten Zeichnungssequenzen, entsteht ein poesievoller Film über zwei sehr gegensätzliche Menschen in Isolation. Dabei spielt Regisseur Koya Kamura mit den Erwartungen des Publikums, verweigert aber klare Antworten.

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  • „Sabattical“

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Ein Mann und eine Frau. Und viel Stress und Streit. Das Einzige, was von ihrer Liebe bleibt. Als dann auch noch der Bruder des Mannes dazu kommt und die Tochter ins Koma fällt, eskaliert das Drama. Ernsthafte Fragen stellt der Film dabei nicht. Und liefert nur Bilder, die man hundertfach gesehen hat.

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