Die neuen Filmstarts sind im Flucht-Modus. Alle wollen untertauchen. Leonardo DiCaprio muss als zugedröhnter Ex-Revoluzzer vor der Polizei und durchgeknallten Milizen fliehen, Lilly James wird als Whistleblowerin von ihrer ehemaligen Firma verfolgt. Und im brasilianischen Dschungel taucht eine ältere Frau unter, um der Altersdiskriminierung zu entgehen. Eine starke Filmwoche, zu der dann auch noch ein deutscher Film hinzukommt, der wieder volle Säle garantiert: der inzwischen vierte Teil der bezaubernden Filmreihe „Die Schule der magischen Tiere“: die Filme im Überblick:
- „One Battle After Another“
Leonardo DiCaprio als Ex-Guerillakämpfer auf der Flucht, allerdings völlig zugedröhnt und im ewig schluffigen Bademantel: Das allein lohnt den Film. Auch Sean Penn als sein bärbeißiger Gegenspieler. „One Batte After Another“ ist das neue Meisterwerk von Kultfilmer Paul Thomas Anderson: Actionthriller, Familiendrama und Gesellschaftssatire zugleich. Vor allem aber ein beißender Kommentar auf Trumps autoritären Umbau der USA. Unser Filmtipp der Woche!
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- „Das tiefste Blau“
Auf der Berlinale gewann dieser brasilianische Film im Februar den Großen Preis der Jury. Und den Leserpreis der „Berliner Morgenpost“. Ein Drama, das in einer nicht fernen Zukunft spielt, in der ältere Menschen weggesperrt werden. Doch die rüstige Tereza (Denise Weinberg) kämpft dagegen an und macht sich allein auf die Flucht. Eine filmische Odyssee voll seltsamer Begegnungen und Abenteuer. Mit einer großartigen Hauptdarstellerin. Wir behaupten schon jetzt: einer der schönsten Filme des Jahres.
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- „The Negotiator“
Whistleblower sind Helden, weil sie kriminelle Machenschaften höherer Mächte publik machen. Auch wenn sie das in große Gefahr bringt. Aber was passiert mit denen, die am Ende davor zurückschrecken? Davon handelt dieser packende Thriller: von einem Unterhändler, der in völliger Anonymität lebt und zwischen seinen Klienten und den finsteren Mächten verhandelt. Bis er sich in eine seiner Klientinnen verliebt. Und seine Deckung auffliegt. Bis zuletzt ein spannendes Katz-und-Maus-Spiel mit Riz Ahmed und Lilly Jones.
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- „Maria Reiche - Das Geheimnis der Nazca-Linien“
Ein Biopic über eine starke Frau, die sich gegen all die Männer, die es besser wissen wollen, aufbegehrt: In diesem Fall geht es um die Archäologin Maria Reiche und ihren einsamen Kampf in Peru. Der Film ist immer dann am besten, wenn er die von Devrim Lingnau stark gespielte Titelfigur allein in der Wüste zeigt. Alle Nebenfiguren und Nebenhandlungen geraten dagegen zum Klischee. Das macht den Film kleiner, als das Thema ist. Schade.
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- „Die Schule der magischen Tiere 4“
Schon die vorherigen drei Filme waren allesamt Millionen-Erfolge. Der vierte Teil dürfte da ein Selbstläufer sein. Allerdings kommen diesmal nicht nur neue Tiere hinzu. Die Kinder der ersten Filme kommen langsam ins reifere Alter. Da gibt es ganz andere Probleme als zuvor. Mit ihren Darstellern wird die Filmreihe damit ein wenig erwachsener.
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- „The Toxic Avenger“
Man kann den Film als Trittbrettfahrt auf dem Zug der Superhelden-Blockbuster sehen. Oder auch als Parodie darauf. Dabei ist „Toxic Avenger“ viel älter, ein Kultfilm von 1984, der es zu mehreren Fortsetzungen und einer Zeichentrickserie brachte. Nun gibt es einen Reboot. Mit Stars wie Peter Dinklage, Kevin Bacon und Elijah Wood in ziemlich schrägen Auftritten. Und ganz schön blutigen Splatter-Effekten. Ein Angriff auf den guten Geschmack. Nur für Hartgesottene.
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Und das sagen die Filmkritiker:

Weiterhin im Kino:
- Schiffbruch in der Uckermark: „Miroirs No. 3“ von Christian Petzold
- Abschied fällt schwer: „Downton Abbey – Das große Finale“
- Surreale Odyssee durch den Krieg: „Der Tiger“ von Dennis Gansel
- Mach dir ein Bild von der Philosophie: „Leibniz - Chronik eines verschollenen Bildes
- Die Läuterung eines Fieslings: „Ganzer halber Bruder“ mit Christoph Maria Herbst
- Kunterbunter Kampf gegen die inneren Dämonen: der Anime „Demon Slayer“









