Auch wenn es immer nur eine einzige Schlachteplatte ist: „John Wick“ läuft an den Kinokassen immer. Deshalb gibt es jetzt auch schon ein Spin-Off. Wer es etwas weniger blutig mag, kommt aber auch auf seine Kosten: Das Arthaus-Kino schickt ein gegen den Strich gebürstetes Aschenputtel, zwei Maler im Beziehungsclinch und einen sprechenden Affen ins Rennen. Die Tops und Flops der Woche:
- „From the World of John Wick: Ballerina“
Die „John Wick“-Reihe gehört ja eigentlich Keanu Reeves. Im Spin-Off „Ballerina“ wird nun aber eine junge Frau (Ana de Armas) zur Profikillerin ausgebildet. Und legt sich mit ihrer ganzen Branche an. Der Gender-Swap bekommt der ein bisschen eingefahrenen John-Wick-Welt ganz gut. Aber klar, dass die Ballereien-Ballerina am Ende auch auf Reeves treffen muss.
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- „Akiko - Der fliegende Affe“
Wer glaubt, dass ihn der Affe laust, ist hier ganz richtig. Veit Helmer ist bekannt für seine vor Fantasie nur so strotzenden Filmen. In seinem zweiten Kinderfilm lässt er Tiere sprechen und irre Fahrten durch Berlin machen. Richtig tierisch wird das Ganze durch menschliche Stars wie Heike Makatsch und Meret Becker.
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- „The Wedding Banquet“
Vor 32 Jahren gewann Ang Lees „Wedding Banquet“ nicht nur einen Goldenen Bären auf der Berlinale, der Schwulenfilm war seiner Zeit weit voraus. Ein neuer Film gleichen Namens, an dem wieder derselbe Drehbuchautor beteiligt war, ist nun ein Update, wie weit es seither mit Toleranz und Akzeptanz der Gay Community gekommen ist. Und gelebte Realität – gegen die LGBTIQ-feindliche Politik von Donald Trump.
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- „The Ugly Stepsister“
Immer dieses Schwarzweißdenken in Märchen. Die kann man auch ganz anders erzählen. Zum Beispiel, warum Aschenputtels hässliche Stiefschwester sich den halben Fuß absäbelt. In dieser Horrorkomödie muss sie sich noch einiges andere gefallen lassen, um in der höfischen Welt zu bestehen. Das ist ein witziger neuer Blick auf die alte Mär. Nie wieder Bodyshaming!
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- „Die Bonnards – Malen und lieben“
Die Frauen berühmter Künstler mussten möglichst gefügig sein. Sonst galten sie schnell als Xanthippe und schlechter Einfluss. Man denke nur an Yoko Ono. Dieses französische Filmdrama erzählt nun die unglaubliche, aber wahre Geschichte von dem (allerdings weniger bekannten) Maler Pierre Bonnard und seiner Frau und Muse Marthe. Dabei geht es viel um Liebesschmerz und Eifersucht, aber leider kaum um Kunst. Schade.
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- „Chaos und Stille“
Sabine Timotheo ist die Extremdarstellerin des deutschsprachigen Films. Wann immer schräge Frauenfiguren zu besetzen sind, kommt man auf sie. So auch in diesem Film, wo sie eine Vermieterin spielt, die eines Tages all ihre Habseligkeiten aus dem Fenster wirft. Wie Diogenes, nur nicht in der Tonne, sie wohnt fortan auf dem Dach. Und das ist nicht die einzige Absurdität in „Chaos und Stille“, wo es sehr chaotisch, aber selten still zugeht.
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Und das sagen die Filmkritiker:

Weiterhin im Kino
- Ein allzu klassischer Wes Anderson: „Der phönizische Meisterstreich“
- Ein Biopic über den Vater des kleinen Prinzen: „Saint-Exupéry“
- Die alten Herren können es noch: „Karate Kid: Legends“
- Sprengstoff im Boden und in der Gesellschaft: „Blindgänger“
- Heimliche Begierden in restriktiven Zeiten: „On Swift Horses“
- In der Naziklischeefalle: „Die Vorkosterinnen“ müssen Hitlers Essen testen









