Über die Filme der kommenden Berlinale (13.-23. Februar) hält sich das Festival, von wenigen Ausnahmen abgesehen, ja noch sehr bedeckt. Da muss man wohl bis zur Berlinale-Pressekonferenz am 21. Januar warten. Ein paar Titel wurden nun aber schon verraten, zumindest von älteren Filmen, die frisch restauriert wurden und in dieser Fassung ihre Premiere in der Reihe „Berlinale Classics“ erleben.
Auch „Dirty Harry“ und die „Hell‘s Angels“ kehren zurück
Den Auftakt macht der Defa-Film „Solo Sunny“, für den Hauptdarstellerin Renate Krößner 1980 als erste Schauspielerin der DDR einen Silbernen Bären gewann. Mit der frisch restaurierten 4K-Fassung wird zugleich das Konrad-Wolf-Jahr eingeläutet, das die Defa zum 100. Geburtstag des 1982 in Ost-Berlin gestorbenen Regisseurs ausgerufen hat. Die Restaurierung entstand in enger Abstimmung mit Eberhard Geick, dem Kameramann des Films. Man kann damit zugleich des 80. Geburtstag von Renate Krößner gedenken, der am 17. Mai gewesen wäre. Die Schauspielerin ist vor fünf Jahren, kurz nach ihrem 75. Geburtstag, gestorben.
In der Classics-Reihe laufen sieben weitere restaurierte Filme, darunter drei amerikanische: „The Paradine Case“ (Der Fall Paradin), ein Hitchchock-Thriller mit Gregory Peck aus dem Jahr 194. „Hell’s Angels“ (Höllenflieger) von Howard Hughes, ein Drama über den Ersten Weltkrieg mit legendären Flugaufnahmen, die Hughes teils selbst geflogen ist. Sowie der Thriller-Klassiker „Dirty Harry“ von 1971, ein früher Erfolg für Schauspieler Clint Eastwood, dessen neuester Film „Juror #2“ diese Woche startet. Erstmals sind mit „Shennü“, einem Meisterwerk der chinesischen Stummfilmära, und dem Jugenddrama „Naerata ometi“ (Lach doch mal) auch Restaurierungen des Estnischen Filminstituts und des China Film Archive dabei.
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