Eine Filmwoche voller Kontraste: Am 31. Oktober startet „Riefenstahl“, ein starker Dokumentarfilm von Andres Veiel über die umstrittenste Filmregisseurin des 20. Jahrhunderts. Zugleich ist Jan Josef Liefers als vermeintliches Auslaufmodell in „Alter weißer Mann“ zu sehen. Und außerdem läuft auch „Anora“ an, der Film, der auf dem Filmfestival in Cannes in diesem Jahr die Goldene Palme gewann. Hier unsere Übersicht:
- „Riefenstahl“
Was für eine Recherchearbeit. Für seine Dokumentation über Leni Riefenstahl, die Regisseurin von NS-Propagandafilmen, durfte Andres Veiel erst mal ihr Archiv erschließen, das 2018 der Stiftung Preußischer Kulturbesitz geschenkt wurde. 700 Kisten, in denen Veiel einiges zutage brachte. Und die vielen Lügen der Riefenstahl mit ihrem eigenen Gesammelten widerlegen kann. Eine starke, sehenswerte Doku.
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Produziert wurde der Film von TV-Moderatorin Sandra Maischberger, die der Riefenstahl, nach einem persönlichen Interview mit ihr, das sie unbefriedigt zurückließ, auf die Spur kommen wollte. Wir haben mit Andres Veiel und seiner Produzentin über diesen Film gesprochen.
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- „Anora“
Anfangs wirkt dieser Spielfilm von Sean Baker fast wie ein Dokumentarfilm über Sexarbeit in den USA. Aber dann lernt die junge Stripperin Anora den Sohn eines russischen Oligarchen kennen, der sie heiratet, um eine Green Card zu bekommen. Was die oligarchischen Eltern aber gar nicht gut finden. Und schon stehen ihre Schergen vor dem Paar und wollen sie zwingen, die Ehe zu annullieren. Der Film ist überlang, gewinnt aber immer mehr an Dynamik. In Cannes wurde er gefeiert.
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- „Alter weißer Mann“
Die Zeiten werden immer sensibler, da muss man schon aufpassen, dass man nirgends aneckt und politisch korrekt bleibt. Für einen Werbefachmann (Jan Josef Liefers) wird das zum Fettnapf-Parcours. Er will alles richtig machen und macht doch alles falsch. Und will dann alle an einen Tisch bringen, um zu zeigen, wie vorurteilslos er ist. Was natürlich mit Ansage in die Hose geht. Komödie von Simon Verhoeven, die mäßig beginnt, aber spät richtig auffährt.
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Jan Josef Liefers hat auch kurz gestutzt, ob er bei einem Film mit diesem Titel zusagen sollte, hat es dann aber mit Verve getan. Wir haben den Schauspieler dazu interviewt.
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- „Dann gehste eben nach Parchim“
Die meisten jungen Leute wollen raus aus der Provinz. Weils da keine Arbeit gibt. Und keine Partys. Zwei junge Schauspielerinnen aus Hamburg, frisch aus der Schauspielschule, bekommen dagegen ihr erstes Engagement im tiefsten Mecklenburg: im Landestheater Parchim. Dokumentarfilmer Dieter Schumann hat sie zwei Jahre lang bei ihren schwierigen Anfängen begleitet. Und erzählt auch von der Schwierigkeit des Kulturlebens auf dem Lande.
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- „Woodwalkers“
Menschen mit besonderen Fähigkeiten, die auf eine spezielle Schule kommen, das kennt man zur Genüge, von „X Men“ bis „Harry Potter“. „Woodwalkers“ ist eine weitere Variante, nach den Jugendbüchern von Katja Brandies. Eine deutsche Produktion mit lauter Stars in kleinen Rollen, von Oliver Massucci über Hannah Herzsprung bis Martina Gedeck. Die Hauptattraktion aber sind Jugendliche, die zu Tieren mutieren.
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Und das sagen die Filmkritiker:

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- Freitod, aber bloß nicht allein: „The Room Next Door“ von Pedro Almodóvar
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