Sommerkonzerte

Die gute alte Schule des Rock’n’Roll

Ob in der großen Halle oder unter freiem Himmel: Im Sommer besuchen internationale Rock- und Popidole die Region. Glanzlichter unter den Festivals finden sich in der Spandauer Zitadelle, in Paaren und am Gremminer See.

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David Bowie kommt nur als Ausstellung, doch dafür beweisen sich ausnehmend viele namhafte Kollegen seiner Musikergeneration auf den Bühnen Berlins und der näheren Umgebung – flankiert von zahlreichen Künstlern der nachgewachsenen Jahrgänge. Bob Dylan schaut für vier Konzerte in Deutschland vorbei, zwei davon in relativer Berlin-Nähe (3.7. in Zwickau, 7.7 in Rostock). Tori Amos trägt ihre Piano-Mystik am 20.5. in der Berliner O2 World vor, in die sich Robbie Williams gleich zweimal eingebucht hat (28. und 29.5.). Zwischendurch (25.5.) wird Peter Gabriel die Waldbühne füllen.

Drei harte Tage am Stück fordern die Fans des Old-School-Rock: Den Anfang machen die reformierten Black Sabbath am 8.6. in der Wuhlheide. Ihnen folgen Aerosmith (9.6., O2 World) und schließlich die Rolling Stones (10.6.). Die Fans sind mit ihnen gealtert, und so dürfte die Waldbühne anders als beim Konzert 1965 diesmal keinen Schaden nehmen. Xavier Naidoo würde es freuen, er will dort am 27.7. spielen. Für die Freilichtbühne Wuhlheide haben sich Arcade Fire (18.6.) und Pearl Jam (26.6.) entschieden. Wer dagegen einen Sailing-Törn mit der berühmtesten Ananas-Frisur der Rockhistorie bevorzugt, notiert ein Treffen mit Rod Stewart (24.6., O2 World).

Rock in der Spandauer Zitadelle

Drei Glanzlichter der Festival-Saison sind das Citadel Music Festival in Spandau, das Greenville im brandenburgischen Paaren/Glien und das „Melt!“ in der „Stadt aus Eisen“ Ferropolis am Gremminer See nahe der Lutherstadt Wittenberg. Neben Ex-Led-Zeppelin-Frontmann Robert Plant, der am 16.7. mit seinen Sensational Space Shifters in Spandau landet (und einen Tag später auch in Dresden), sind aus dem diesjährigen Zitadellen-Programm die schwedischen Mando Diao (4.6.), die düster-nachdenkliche US-Combo The National (5.6.), die UK-Indie-Rocker Arctic Monkeys (7.6.), Glammerpunk Billy Idol (17.6.) sowie die Sportfreunde Stiller (15.8.) hervorzuheben.

Mit knapp 50 Acts geht Greenville an den Start (25. -27.7.), darunter The Hives, Babyshambles, Stromae, Guano Apes und Maximo Park. „Melt! “ hat sogar bereits rund 110 Bands und Solokünstler bestätigt, zum Line-up gehören u. a. John Grant, Milky Chance, Portishead, Sleigh Bells und The Notwist. Musik in der ganzen Stadt und umsonst bietet immer am 21. Juni die Fête de la Musique. In diesem Jahr feiert der Berliner Ableger 20. Jubiläum. Umsonst und draußen ist auch das ein Jahr ältere Bergmannstraßenfest. „Kreuzberg jazzt“ diesmal vom 27. -29.6.

Altmeister aus Frankreich

Last but not least: Zwölf Jahre war er nicht in Deutschland, nun macht sich Charles Aznavour für ein einziges Konzert auf den Weg. Am 22. Mai feiert der Grandseigneur des Chanson seinen 90. Geburtstag – auf der Bühne der O2 World in Berlin.

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