Die Schauspieler Heinz Hoenig und Philipp Lind spielen die Hauptrollen in der deutschen Fassung des Theatererfolgs „War Horse“.

Unter dem Titel „Gefährten“ wird das Stück im Oktober 2013 im Berliner Theater des Westens seine Deutschlandpremiere feiern. „Ich freue mich, nach Berlin zurückzukommen“, sagte der 61 Jahre alte Schauspieler am Montag.

Am Anfang seiner Karriere hatte er am Grips-Theater gespielt, sei „damals voller Ehrfurcht am Theater des Westens vorbeigegangen“ und habe gedacht: „Da spielen die Großen.“ Vor zwei Wochen habe er sich dann zum ersten Mal im Theater des Westens umgeschaut und sei begeistert von dem ganzen Plüsch gewesen. Das sei „ein richtiges Theater“.

Erzählt wird die Geschichte des Jungen Albert (Lind) und seines Pferdes Joey, die in den Ersten Weltkrieg geraten. Heinz Hoenig („Der Schattenmann“, „Das Boot“) spielt den Vater von Albert. Er charakterisiert seine Rolle mit den Worten: „Der Vater ist wie ein einfältiger Panzer, der nicht merkt, dass er ständig über Blumen fährt.“

Hoenigs Pferd hieß Nelke

„Ich bin mit Pferden groß geworden“, sagte Hoenig. Immer wenn er sich zu Hause nicht verstanden gefühlt habe, sei er zu dem Pferd Nelke in den Stall geflüchtet. Dort habe er manchmal sogar übernachtet.

Hollywoodregisseur Steven Spielberg verfilmte die Pferde-Geschichte „War Horse“, das gleichnamige Theaterstück feierte Erfolge in London, New York, Toronto und Melbourne. Im nächsten Jahr wird in Berlin unter anderem auch mit einer großen Ausstellung im Deutschen Historischen Museum an den Ausbruch des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren erinnert.

Die dramatische Geschichte von „Gefährten“ basiert auf einem in Großbritannien sehr beliebten Roman des Jugendbuchautors Michael Morpurgo. Besonders spektakulär sind die Pferde-Figuren der Theaterproduktion. Jedes Pferd werde von einem Team von drei Spielern zum Leben erweckt, erklärte die deutsche Produzentin Simone Linhof.

Zwei Schauspieler bewegen das unter anderem aus Aluminium und Bambus bestehende, lebensgroße Pferd von innen, ein Spieler von außen. Für das Musical „Gefährten“ wird die Bühne des Theater des Westens nach vorne in den Zuschauerraum ausgebaut, so dass das Publikum die Figuren ganz nah erlebt. „Für mich ist das wieder eine Pionierarbeit“, meinte Schauspieler Hoenig über die aufwendige Produktion.

skin/BM