Seit 2002 ermittelt Axel Prahl als Kommissar Frank Thiel nun schon gemeinsam mit Jan Josef Liefers alias Professor Karl-Friedrich Boerne im „Tatort“ aus Münster. Das ungleiche Paar begeistert mit seinem verbalen Schlagabtausch regelmäßig ein Millionenpublikum.
„Erfreulicherweise war es von Anfang an so, dass wir uns gegenseitig unterstützt haben und sehr gut miteinander harmonieren – ganz im Gegensatz zu unseren Figuren Boerne und Thiel, die ja sehr gegensätzlich sind und ständig gegeneinander sticheln“, sagt Prahl. „Wir haben seit über zehn Jahren ein sehr enges und gutes Verhältnis.“
Am heutigen Sonntag (20.15 Uhr, ARD) suchen die beiden in der Folge mit dem vielsagenden Titel „Summ, Summ, Summ“ den Mörder einer Journalistin. In einer Gastrolle mit dabei: Roland Kaiser, der einen Schlagersänger namens Roman König spielt.
„Er hat seine Sache großartig gemacht und die Rolle sehr gut gespielt. Ich glaube, im Grunde seines Herzens ist Roland Kaiser ja eigentlich ein Rock ’n’ Roller“, sagt Prahl und lacht. „Aber er bringt diesen umschwärmten Schlagerstar natürlich absolut glaubwürdig rüber. Es hat großen Spaß gemacht, mit ihm zu arbeiten.“
Kaiser hatte Spaß an seiner Rolle
Der Schnulzensänger wird im Film nicht nur von seinen weiblichen Fans, darunter auch Staatsanwältin Klemm (Mechthild Grossmann), angehimmelt. Er wird auch von einer hartnäckigen Stalkerin (Fritzi Haberlandt) verfolgt, die ihm permanent auf den Fersen bleibt und seine diversen Affären mitbekommt.
Schließlich wird der Schlagerstar tot in seiner Hotelsuite aufgefunden. Roland Kaiser hatte Spaß an seiner Rolle – zumal in seiner Heimatstadt Münster gedreht wurde. Er steuerte auch den Song „Egoist“ bei.
Persönlich hält er sich für weniger egoistisch als seine Figur. „Der Typ ist nicht verbindlich, nicht freundlich, sondern ziemlich auf sich bezogen.“ Er hingegen sei ein Familienvater. „Da kann man kein Egoist sein“, sagt der Sänger. Auch wenn sie vielleicht nicht den gleichen Geschmack haben – die Musik verbindet Prahl und Kaiser. Der Schauspieler geht auch in diesem Jahr wieder mit dem Inselorchester und seinem Album „Blick aufs Mehr“ auf Tour. „Musik war schon immer meine Leidenschaft“, sagt Prahl, der sein Hobby gern zum Beruf gemacht hätte. „Aber ich habe schnell gemerkt, dass ich davon nicht leben kann.“





