Horst Schimanski kommt zurück: Götz George, der im Juli seinen 75.Geburtstag feiert, wird noch einmal in die Rolle des kultigen Ruhrpott-Ermittlers schlüpfen. Die Dreharbeiten sollen bereits Ende Mai beginnen, wie eine Sprecherin des Westdeutschen Rundfunks (WDR) am Mittwoch bestätigte.
In der neuen Episode mit dem Arbeitstitel „Loverboys“ soll Schimanski in Köln, Amsterdam und seinem alten Revier Duisburg ermitteln. „Es geht um Liebe und Verrat“, so der Sender. Polizeirentner Schimanski soll den Kollegen helfen, den Mörder eines jungen Mannes zu fassen. Der legendäre beige-graue Parka darf also auch wieder aus dem Schrank. Auch seine Stuntszenen möchte Götz George selber drehen. Der 74-Jährige hält sich nach eigenen Angaben mit Fahrradfahren und Schwimmen fit.
„Seine blauen Augen haben mir gefehlt“
Auf Sendung soll der neue Schimmi-Krimi „möglichst noch im Geburtstagsjahr“ gehen, sagte die WDR-Sprecherin. Das ist dann der 48. Einsatz Georges als Schimanski. Sein letzter Fall „Schuld und Sühne“ lief am 30. Januar 2011 in der ARD. Ebenfalls wieder mit von der Partie: Denise Virieux. Sie spielt Marie-Claire, die langjährige Lebensgefährtin des ruppigen Kommissars.
„Ich freue mich sehr, dieses Jahr wieder mit Götz zu drehen. Seine blauen Augen haben mir gefehlt, und als ,Schimanski‘ ist er ein unverzichtbarer Klassiker des deutschen Fernsehens“, sagte die 48 Jahre alte Darstellerin der „Bild“-Zeitung.
Derbe Ausdrucksweise und viel Action
Seinen ersten Fall löste Götz George im Juni 1981 als Duisburger „Tatort“-Kommissar. Für die Krimi-Reihe drehte er insgesamt 31 Folgen, bevor er 1997 seine eigenständige Serie mit dem Titel „Schimanski“ erhielt. Wegen der oft recht derben Ausdrucksweise – zwischenzeitlich wurde die Häufigkeit des Worts „Scheiße“ mitgezählt – und den vielen Actionszenen erlangte Schimanski im Reigen der vielen „Tatort“-Kommissare schnell eine besondere Beachtung. Bei einer Umfrage im Jahr 2008 wurde die Figur des raubeinigen Kommissars zur beliebtesten aller Ermittler des Krimi-Dauerbrenners gewählt.
Inzwischen wird Til Schweiger als „neuer Schimanski“ gehandelt. Der 48-Jährige gab vor anderthalb Wochen sein „Tatort“-Debüt als Hamburger Ermittler Nick Tschiller – ebenfalls mit viel Action, Geballer, Kraftausdrücken und coolen Sprüchen. Ob Schweiger allerdings auch mit 74 Jahren noch auf Verbrecherjagd gehen wird, so wie es George als Schimanski macht, bleibt abzuwarten.
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