Neu auf CD

Katie Melua ist die Frau für alle Anlässe

Nach einem Burnout meldet sich Katie Melua mit ihrem neuen Album "Secret Symphony" zurück. Darauf haucht sie wieder ihre unaufdringliche Popmusik.

Man fragt sich länger schon, woher die Briten immer wieder ihre singenden Mädchen nehmen, ihre Amys und Adeles. All ihre Kates und Jessies, die sich ihre Lieder notfalls selber schreiben und benehmen, als seien im Musikgeschäft geboren worden. Es gibt eine Schule dafür, in Südlondon: The BRIT School for Performing Arts & Technology in Croydon.

Auch Katie Melua hat sie absolviert, mit Auszeichnung. Nie würde sie sich unberechenbar verhalten wie die Amys und Adeles , die an der Schule schon als Sorgenkinder aufgefallen waren. Katie passt zu allen Anlässen, am Flügel und an der Gitarre: im Buckingham-Palast, bei „Cinema For Peace“ auf der Berlinale oder bei „25 Jahre Kuschelrock“ auf RTL.

Melua ist eine Musterschülerin

Sie selbst und ihre Songs gelten als „unaufdringlich“, was in ihrem Fall kein Schimpfwort sein soll, sondern Marketing. Nach einem kurzen Ausflug in den Eigensinn, nach einem Album mit ehemaligen Produzenten von Madonna und Robbie Williams und nach einem Burnout ist Katie Melua nun mit "Secret Symphony" zurück: Ihr väterlicher Produzent Mike Batt ist wieder für sie da.

Mit einem ganzen Sinfonieorchester. Dazu haucht sie artig Lieder von autorisierten Songautoren wie Ron Sexsmith und Fran Healey, Balladen von Mike Batt aber auch etwas Eigenes. Die Musterschülerin vom Dienst.

Katie Melua: "Secret Symphony" (Dramatico Entertainment/rough trade)