"The Voice of Germany"

Casting-Show gegen den Einheitsbrei

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Daniel Müller

Foto: dpa / dpa/DPA

Alles soll ganz anders sein: echte Talente statt Sozialkitsch. Das zumindest behaupten die Macher der Casting-Show "The Voice of Germany". Am Donnerstagabend schickten die Zuschauer bei der ersten Live-Show in Berlin-Adlershof vier Kandidaten nach Hause.

Alles ganz anders. Die Antithese zu „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS). Echte Talente, kein Sozialkitsch. „The Voice of Germany“, daran haben die Macher um Ideengeber John de Mol vom Staffelstart an keinen Zweifel gelassen, soll anders sein als der Castingshow-Einheitsbrei im deutschen Fernsehen. Und der Erfolg, das kann man schon jetzt sagen, gibt ihnen recht.

Seit der zweiten Show schauen regelmäßig rund fünf Millionen Zuschauer zu, wenn die Coaches Xavier Naidoo, Nena, „Reamonn“-Sänger Rea Garvey und die Rock’n’Roller von The BossHoss den Talenten auf der Bühne lauschen. Ähnlich wie bei der Vox-Sendung „X-Factor“ haben die Profimusiker je ein eigenes Team an Talenten.

Von einst 16 pro Jury-Mitglied sind noch je sechs übrig. Diese, so kündigen ProSieben und Sat.1 vollmundig an, erreichen jetzt „eine neue Dimension“. Die Live-Shows beginnen. Die zwei Künstler mit den meisten Zuschauerstimmen kommen direkt weiter – ebenso zwei, die der eigene Coach nominiert. Die anderen müssen „The Voice“ verlassen.

Am Donnerstag traf es aus dem BossHoss-Team C.Jay und Sahar Haluzy, die nicht in die nächste Runde gewählt wurden. Xavier Naidoo musste sich von Rüdiger Skoczowsky und Dominic Sanz verabschieden. Denn im großen Finale am 10. Februar bleiben nur noch vier Kandidaten übrig. Einer von ihnen wird die Stimme Deutschlands sein.

Am heutigen Freitag (Sat.1, 20.15 Uhr) stellen sich die Teams von Nena und Ray Garvey dem Publikum. Nena, zu deren Team nur ein Mann gehört, geht mit Kim Sanders an den Start, die in den 90er-Jahren mit den Dancefloor-Bands Culture Beat und Captain Hollywood Project große Erfolge feierte. Rea Garvey schickt den wohl schillerndsten aller Kandidaten ins Rennen: Percival Duke, Typ launische Diva mit Superstimme. Für den wird er wohl wieder seine Lieblingsvokabel auspacken: „Un-Fucking-Fassbar“.

( jük )