Hamburger Bahnhof

Flick-Sammlung bleibt bis 2021 in Berlin

Die Friedrich Christian Flick Collection wird für weitere zehn Jahre im Hamburger Bahnhof zu sehen sein. Die Sammlung gilt als einer der renommiertesten der Gegenwartskunst.

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Die Sammlung des Mäzens Friedrich Christian Flick (66) bleibt bis zum Jahr 2021 in Berlin. Die Leihgabe von rund 1500 Werken zeitgenössischer Kunst an den Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart werde um zehn Jahre verlängert, teilte die Stiftung Preußischer Kulturbesitz am Montag mit.

Einen entsprechenden Vertrag hätten Stiftungspräsident Hermann Parzinger und Flick bereits unterzeichnet. Im Jahr 2004 war zunächst eine siebenjährige Verleihung bis Herbst 2011 vereinbart worden.

Die Friedrich Christian Flick Collection gilt als eine der umfangreichsten Privatsammlungen zeitgenössischer Kunst weltweit. Der Hamburger Bahnhof habe sich mit der Kollektion „als international hoch anerkannte Adresse für zeitgenössische Kunst weiter profiliert“.

Seit 2004 wird sie in wechselnden Ausstellungen im Hamburger Bahnhof gezeigt. Dafür waren die Rieck-Hallen direkt am Hamburger Bahnhof umgebaut worden.

Damit stehen insgesamt 13.000 Quadratmeter zur Verfügung. Den Umbau finanzierte Friedrich Christian Flick, die SPK übernimmt die betrieblichen Kosten und die Kosten für die Ausstellungen.

Im Jahr 2008 schenkte Flick dem Museum 166 Werke, darunter von Marcel Broodthaers, Nam June Paik, Dieter Roth, Isa Genzken, Wolfgang Tillmans, Rodney Graham, Pipilotti Rist und Jason Rhoades.

Um die Leihgabe hatte es eine heftige Diskussion gegeben. Die Sammlung, so lautete damals der Hauptvorwurf, habe der in der Schweiz lebende Flick mit jenem Geld erworben, das sein Großvater, der Industrielle Friedrich Flick, in der NS-Zeit aus Rüstungsgeschäften und der Ausbeutung tausender Zwangsarbeiter verdient habe. Flick hatte die Vorwürfe zurückgewiesen. Sein Vermögen habe er zum überwiegenden Teil nicht geerbt, sondern selbst erarbeitet.