Lola

Spannung bei Filmpreis-Verleihung in Berlin

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Einmal im Jahr versammelt sich fast die komplette deutsche Film-Prominenz in Berlin. Am Freitagabend war es wieder soweit: Der 61. Deutsche Filmpreis wird im Friedrichstadtpalast verliehen.

Glanz und Glamour bei der Gala zum 61. Deutschen Filmpreis: Über den Roten Teppich vor dem Friedrichstadtpalast in Berlin schritten am Freitagabend unter anderem Iris Berben, Volker Schlöndorff, Bruno Ganz, Tom Tykwer, Nadja Uhl, Benno Fürmann, Heike Makatsch und Sibel Kekilli. Insgesamt kamen rund 1800 Gäste, um bei der Verleihung der „deutschen Oscars“ dabei zu sein, die in 16 Kategorien vergeben werden sollten.

Angesagt hatten sich auch weitere nationale Stars wie Helge Schneider, Benno Fürmann, Jasmin Tabatabai, Henry Hübchen, Sibel Kekili, Dani Levy, Doris Dörrie, Oskar Roehler, Nadja Uhl und Elmar Wepper. Der mit knapp 2,9 Millionen Euro höchstdotierte deutsche Kulturpreis hatte in diesem Jahr keinen eindeutigen Favoriten.

Regisseur Tykwer war mit seinem Beziehungsdrama „Drei“ sechs Mal nominiert, gleich dahinter folgten mit je fünf Nominierungen Andres Veiels RAF-Drama „Wer wenn nicht wir“ und Ralf Huettners Roadmovie „Vincent will Meer“. Alle drei Produktionen waren auch Anwärter auf die Goldene Lola für den besten Film.

Ebenfalls fünf Mal nominiert war Chris Kraus' Historienepos „Poll“ , allerdings nicht in der Königskategorie „Bester Film“. In dieser konkurrierten noch Philipp Stölzls Dichter-Biopic „Goethe!“, die bereits auf der Berlinale gefeierte Einwanderer-Komödie „Almanya - Willkommen in Deutschland“ von Yasemin Samdereli und der Fußballfim „Der ganz große Traum“ von Sebastian Grobler.

Im vergangenen Jahr war die Sache eindeutiger: Mit Michael Hanekes Drama „Das weiße Band“ setzte sich der große Favorit durch und räumte in zehn Kategorien die begehrte Trophäen ab.

Ehrenpreis an Kohlhaase

Auf den Preis für die besten Hauptdarsteller konnten August Diehl („Wer wenn nicht wir“), Alexander Fehling („Goethe!“) und Florian David Fitz („Vincent will Meer“) hoffen. Bei den Frauen waren Bernadette Heerwagen („Die kommenden Tage“), Lena Lauzemis („Wer wenn nicht wir“) und Sophie Rois („Drei“) nominiert.

Bereits bekannt war, dass der 80-jährige Drehbuchautor Wolfgang Kohlhaase den Ehrenpreis für hervorragende Verdienste um den deutschen Film erhalten sollte.

Moderiert werden sollte die Gala erneut von Barbara Schöneberger. Anders als bei der Osacar-Verleihung wird an Nominierte und Sieger beim Deutschen Filmpreis reichlich steuerfinanziertes Geld ausgeschüttet: Eine Nominierung in der Kategorie „Bester Spielfilm“ bringt 250.000 Euro, in den Sparten Kinder- und Dokumentarfilm 125.000 beziehungsweise 100.000 Euro. Die Gewinner kassieren den gleichen Betrag noch einmal.

Der erste Filmpreis wurde 1951 vergeben: Damals räumte der Kästner-Klassiker „Das doppelte Lottchen“ in allen Kategorien ab.

( dapd/sei )