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Jürgen Gosch erhält den Berliner Theaterpreis

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Der Berliner Theaterregisseur Jürgen Gosch ist mit dem Theaterpreis Berlin ausgezeichnet worden. Der Preis wurde im Rahmen des Theatertreffens vergeben. Die Ehrung ging außerdem an den Bühnenbildner Johannes Schütz, der maßgeblich zum Erfolg der Gosch-Stücke beigetragen hat.

Der Regisseur Jürgen Gosch und der Bühnenbildner Johannes Schütz sind am Sonntag mit dem Theaterpreis Berlin ausgezeichnet worden. Das teilten die Berliner Festspiele mit. Die mit 20.000 Euro dotierte Auszeichnung der Stiftung Preußische Seehandlung wurde im Rahmen des Theatertreffens vergeben.

Gosch sei schon immer ein gründlicher, fast asketischer Erforscher der Dramen-Literatur gewesen, aber erst in den letzten zehn Jahren habe sich seine Theaterarbeit „zu einer nahezu schwerelosen Durchlässigkeit befreit“, begründete die Jury. Maßgeblichen Anteil an dieser Entwicklung habe Goschs wichtigster künstlerischer Partner Schütz.

Das 46. Berliner Theatertreffen war am Freitagabend mit Christoph Schlingensiefs opulenten Fluxus-Oratorium „Eine Kirche der Angst vor dem Fremden in mir“ eröffnet worden. Der 48-Jährige thematisiert in dem rund 100-minütigen beeindruckenden Werk seine Krebserkrankung.

Bis zum 18. Mai sind darüber hinaus acht weitere von einer Jury als „bemerkenswert“ eingestufte Inszenierungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zu sehen. Eingeladen sind Regie-Meister wie Jürgen Gosch, Nicolas Stemann und Martin Kusej.

Auftreten werden auch viele Schauspiel-Stars: Unter anderem können Corinna Harfouch, Christian Grashof, Angelika Winkler und Berlinale-Siegerin Birgit Minichmayr bewundert werden. Mit dabei sind wie jedes Jahr fast ausschließlich renommierte Bühnen wie das Deutsche Theater Berlin, aus Hamburg das Deutsche Schauspielhaus und das Thalia Theater, die Münchner Kammerspiele, das Wiener Burgtheater und das Schauspielhaus Zürich.

Zum Abschluss der „Bühnenolympiade“ werden zwei weitere Preise verliehen: Zum 13. Mal der mit 10.000 Euro dotierte 3sat-Preis „für besonders zukunftsweisende Leistungen des deutschen Schauspiels“ sowie der mit 5.000 Euro dotierte Alfred-Kerr-Darstellerpreis für die herausragende Leistung eines Nachwuchsschauspielers.

( AP/hed )