Die Akademie der Künste verbeugt sich vor dem "Sterbenden Schwan": Am Donnerstag wird die russische Tänzerin Maya Plisetskaya zur Eröffnung einer Ausstellung über die Primaballerina Assoluta des Moskauer Bolschoi-Theaters in der Akademie der Künste erwartet. Die Ausstellung vermittle ausgehend von drei Partien einen Einblick in das Leben und Werk einer der größten Ballerinen, die das 20. Jahrhundert hervorgebracht hat, kündigte die Akademie an.
Dabei stehe "Der sterbende Schwan" für die große russische Balletttradition, in der die heute 83-jährige Plisetskaya aufgewachsen ist. Ihre berühmteste Partie tanzte sie erstmals 1942 in der Evakuierung weitab von Moskau. Seitdem haben sie Millionen in dieser Rolle gesehen. 1958 heiratete sie den Komponisten Rodion Shchedrin, der ihr 1967 mit der "Carmen-Suite" nach der Bizet-Oper eine Wunschrolle schrieb. Mit Maurice Béjarts "Bolero" öffnete sich die Ballerina schließlich dem modernen Tanz.
Im Mittelpunkt der Ausstellung bis zum 5. April, die aus dem 2006 eingerichteten Maya-Plisetskaya-Archiv der Akademie schöpft, stehen handschriftliche Manuskripte, zahlreiche Fotos, Programmhefte sowie ihr klassisches Schwanenkostüm und zwei andere Kostüme, die der Pariser Modeschöpfer Pierre Cardin für die 1925 geborene Tänzerin schneiderte.
BMO





