Nach dem Asbest-Fund im Deutschen Theater Berlin weicht die Bühne auf mehrere Spielstätten in der Stadt aus. Gespielt werde „in ganz Berlin“, teilte das von einer Kritikerjury gerade zum „Theater des Jahres“ gekürte Haus mit. Barrie Kosky inszeniert Strindbergs „Ein Traumspiel“ im Techno-Club Berghain am Ostbahnhof (Premiere 4. Dezember). Jürgen Gosch bringt Tschechows „Die Möwe“ in der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz heraus als Koproduktion des Deutschen Theaters mit der Volksbühne (Premiere 20. Dezember). Repertoire-Produktionen wie „Onkel Wanja“, „Die Ratten“, „Faust I“ oder „Die Perser“ sind ab Januar zu Gast im Haus der Berliner Festspiele in der Schaperstraße.

Damit könne das Deutsche Theater seinen Spielplan trotz der Verzögerungen beim Umbau des Großen Hauses einhalten, erklärte die Bühne. Ursprünglich sollte der Umbau bis Dezember abgeschlossen sein. Nachdem bei den Bauarbeiten Asbest gefunden wurde, verzögert sich die Sanierung jedoch.

Das Programm in den Kammerspielen sowie Box und Bar läuft weiter wie geplant. Für die zeitlich eingegrenzten Spielserien außer Haus bietet das Deutsche Theater seinem Publikum spezielle Angebote an. Ende Februar wird das Große Haus dann mit „Gefährliche Liebschaften“ in der Regie von Karin Henkel wiedereröffnet.

dpa/apä