Auf dem historischen Grund der Zitadelle in der Einflugschneise des Flughafens Tegel trifft sich jedes Jahr die Spandauer CDU zum Neujahrsempfang. Gastgeber des Treffens ist der Spandauer Kreisverband mit seinem Vorsitzenden, dem Generalsekretär der Berliner CDU, Kai Wegner.

Traditionell schafft es Wegner, hochkarätiges Unionspersonal nach Spandau zu locken. So sprach hier schon der Fraktionschef der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Volker Kauder. In diesem Jahr war Peter Tauber angekündigt, Generalsekretär der Bundes-CDU. Und Tauber, der Oberleutnant der Reserve bei der Bundeswehr ist, erklärte gut aufgelegt, wieso er gekommen war. Als Wegner ihn gebeten habe, nach Spandau zu kommen, habe er „innerlich die Hacken zusammengeschlagen“, so Tauber. „Denn ich weiß, was es heißt, wenn ein Generalsekretär um etwas bittet“, so der Generalsekretär mit einem Schmunzeln.

Wegner und Tauber kennen sich bereits aus der Jungen Union. Er sei zwar ein Landei, aus einer Stadt in Hessen, sagte Tauber – und teilte dann einen Seitenhieb aus. Denn die Stadt habe, so Tauber in Anspielung auf den Berliner Großflughafen BER, einen Airport, auf dem man auch landen könne. Da die Landebahn allerdings nicht asphaltiert sei, schränke das den Verkehr ein wenig ein. Aber immerhin, man habe einen Flughafen.

Diese Attacke auf der Zitadelle muss man an dieser Stelle parieren. Zwar gibt es eine Wunde namens BER. Aber Berlin hat Tegel mit zwei Start- und Landebahnen. 3000 und 2400 Meter lang – und bestens asphaltiert.