Über die DDR gibt es einen typischen Witz. Ulbricht forderte im ZK mehr Anstrengungen. „Wir haben einen Engpass in der Bekleidungsindustrie. Es fehlen die Knöpfe und die Druckknöpfe. In der Maschinenproduktion mangelt es an Reifen und an Küchengeräten, und die Gurkenlieferung hinkt hinter dem Plan her.“
Darauf wirft ein Genosse ein: „… und es fehlt an Klopapier.“ Bei der nächsten Sitzung führt Ulbricht weitere Mängel auf: Es fehlten Muttern zu den Schrauben, Reifen zu Traktoren, Bananen. Da sagt der Genosse: „… und es fehlt an Klopapier.“
Bei einer dritten Sitzung bemängelt Ulbricht, dass es nicht genug Kämme und zu wenig Mückenmittel gebe. „Und“, unterbricht ihn der Genosse, „es fehlt an Klopapier.“ Darauf Ulbricht: „Genosse, jetzt leck’ mich doch am Arsch mit deinem Klopapier!“ Darauf der: „Genosse Staatsratsvorsitzender, das ist ooch nur eine Zwischenlösung.“
Bei „Wer wird Millionär?“ wählte der Abgeordnete Bosbach für eine DDR-Frage die Kanzlerin als Telefonjoker. Sie antwortete leider nicht, vielleicht weil sie fürchtete, die NSA würde ihr DDR-Wissen abgreifen.
Mich hat aber die Frage kulturgeschichtlich bewegt. Es ging um die Waschmaschine WM 66, es wurde gefragt, was man mit der Maschine außer Waschen könne: A. Heizstrom erzeugen, B. Obst einkochen, C. Staub saugen, D. Westradio empfangen. Die richtige Antwort war B. Ach, der Sozialismus! Honecker hoffte noch eine Woche vor DDR-Ende: „Den Sozialismus in seinem Lauf halten weder Ochs noch Esel auf.“
Und der Lauf sah so aus, dass in Betriebsküchen, wenn der Herd kaputt war, Kartoffeln gekocht wurden, indem man sie stundenlang unter den heißen Wasserhahn legte. Oder da ließen sich mancherorts in Betrieben im Winter die Heizungen nicht abdrehen. Kein Problem. Man riss die Fenster auch bei Frost weit auf. Als Bofrost wurde der jedoch nicht verwendet.

