Trotz der Insolvenz will das Autohaus König weiter für seine Kundinnen und Kunden da sein. „Der Geschäftsbetrieb an allen Standorten läuft weiter“, heißt es in einem Informationsschreiben auf der Webseite des Autohauses. „Verkauf, Werkstätten, Ersatzteilversorgung und alle Serviceleistungen laufen wie gewohnt weiter.“ Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien weiterhin für die Kundinnen und Kunden da.
Alle laufenden Aufträge für Neuwagen und Gebrauchtwagen würden weiter bearbeitet. „Für Kundinnen und Kunden, die bereits Zahlungen geleistet haben und auf ihre Lieferung warten, bemühen wir uns gemeinsam mit unseren Herstellerpartnern um individuelle Lösungen“, heißt es dort weiter. Für Fragen hat das Autohaus ein Postfach eingerichtet: Betroffene können sich an folgender E-Mail-Adresse wenden: fragen@autohaus-koenig.de.
Auch bestehende Leasingverträge sollen weiter „in vollem Umfang“ gültig sein. „Die Abwicklung der Zahlungen und die Vertragslaufzeiten ändern sich durch das vorläufige Insolvenzverfahren nicht“, betont das Unternehmen. Auch in den Werkstätten laufen die Arbeiten weiter. „Der Werkstattschalter ist besetzt und Reparaturen sowie Wartungsarbeiten werden in gewohnter Qualität durchgeführt“, heißt es auf der Webseite. Nachfragen der Morgenpost, etwa zu Garantieansprüchen beim Händler, beantwortete das Unternehmen am Dienstag nicht.
Autohaus König wollte ehemalige Raststätte Dreilinden umbauen
Auch zum geplanten Umbau der denkmalgeschützten Raststätte Dreilinden an der Avus äußerte sich das Autohaus auf Nachfrage der Morgenpost am Dienstag nicht. Das Unternehmen wollte das rote Pop-Art-Gebäude am früheren Grenzübergang „Checkpoint Bravo“ revitalisieren und dort ein Autohaus und einen Gastronomiebetrieb unterbringen. Die äußerliche denkmalgerechte Sanierung hatte das Unternehmen bereits im vergangenen Jahr als abgeschlossen bezeichnet.

Von der Insolvenz betroffen sind rund 1200 Beschäftigte an mehr als 80 Standorten. Die Gehälter der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien „im Rahmen des vorläufigen Verfahrens gesetzlich abgesichert“, hieß es schon in der vergangenen Woche vom Unternehmen. Für den Monat August würden die Löhne rückwirkend über das Insolvenzgeld nachgezahlt.
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Die Autohaus-König-Gruppe zählt zu den größten mehrmarkigen Automobilhändlern in Ostdeutschland. Die Gruppe vertreibt unter anderem die Marken Renault, Dacia sowie die Stellantis-Marken Opel, Fiat, Jeep, Kia, BYD und Citroën. „Der eingeschlagene Weg über das Verfahren gibt uns jetzt die Grundlage, eine geordnete und klare Struktur für unser Unternehmen zu schaffen“, heißt es vom Autohändler.



