Mitte November hat die Deutsche Bank ihren Neubau an der Otto-Suhr-Allee eröffnet. Rund 2200 Menschen arbeiten in dem siebenstöckigen Haus, dessen Fassade sich kubisch kreidegrau ins Stadtbild schiebt. An der Ecke zum Durchgang zur Fraunhoferstraße hat zeitgleich das „Dave B.“ eröffnet. Es steht montags bis freitags sowohl für Bankmitarbeiterinnen und -mitarbeiter als auch für alle anderen Gäste offen. Das von einem der weltgrößten Caterer geführte Selbstbedienungsrestaurant ist nicht nur unkonventionell im Speisenangebot, sondern auch futuristisch im Ambiente.

Um ein Kreisrund sind vier verschiedene Stationen angeordnet. Die längste Selbstbediener-Schlange bildet sich bei dem Viertel mit Kaffee, Kuchen, Sandwiches und Stullen. Nebenan befindet sich mit dem „Delicut“ das „Deftige Viertel“: Hier gibt es Spareribs, Currywurst, Haxe, Boulette und ähnlich fleischige Gerichte mit Beilagen wie grünen Bohnen und Kartoffeln. Die Preise liegen bei sechs, sieben Euro je Gericht. Im nächsten Viertel „Farinata“ kommen Pizza und Lasagne aus dem Ofen. Weiter im Kreis bietet die Sektion „Peter-Silie“ Gesundes von Salaten über Smoothies bis Quiches.

In einem umgebauten Übersee­container werden schnelle Gerichte wie Asia-Nudeln, Burger auf dem Holzkohlegrill und Garnelenspieß mit Reis und Gemüse angeboten, ebenfalls alles um sechs Euro. Beim Besuch war das System noch nicht ausgereift. Das Küchenteam war sichtlich angespannt, die Speisenqualität suboptimal. Der Garnelenspieß war zwar üppig bepackt, aber nicht durchgebraten und lasch gewürzt. Besser war die Currygemüsebeilage mit Reis. Wenn auch nicht unbedingt ein Ort für unvergessliche Geschmackserlebnisse, ist das „Dave B.“ auf jeden Fall optisch ein Hingucker.

Dave B. Otto-Suhr-Allee 6–16, Charlottenburg, Tel. 45 29 03 60, Mo.–Fr. 7–19 Uhr