Spaghetti alla Putanesca, Chili-Spaghetti oder Tortellini mit Schinken-Cremesauce? Am besten alle drei Pastagerichte, doch man muss sich entscheiden. Oder nicht? Im „Pantalone“ in Frohnau jedenfalls ist genau das möglich. Aus der gesamten Pasta-Karte kann man ein Trio zusammenstellen. Ohne Kompromisse zu machen, der Preis von 18,50 Euro bleibt, auch wenn man die höchstpreisigen wie die Ravioli mit Scampi oder die Bandnudeln mit Lachs, als Einzelgerichte je 19,90 Euro, wählen würde.

Sonnabend

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Hinzu kommt, dass der Italiener am Ludolfingerplatz Spaghetti, Ravioli & Co. selbst produziert, in der hauseigenen Pastamanufaktur. Und sie in einer romantischen Umgebung serviert. Im Gastraum lodert ein knisterndes Feuer im großen Kamin.

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Das „Pantalone“ ist ein klassischer, gehobener Italiener. Die Tische sind in Weiß eingedeckt, mit Kerzen, Blumen, Besteck für Vorspeise und Hauptgang, Wasser- und Weingläsern. Neben Antipasti aus der Vitrine (16,90 Euro) oder Vitello tonnato (13,90 Euro) gibt es Pasta (10,90–23,90 Euro), Fleischgterichte (18,90–38,90 Euro), etwa Scaloppa Milanese (18,90 Euro) und Fisch ab 28,90 Euro. Seezunge wird zum Tagespreis angeboten. Alte Bekannte sind die Dolci (8,90–12,90 Euro) von Pannacotta bis Tiramisu. Es gibt auch Pizza, nicht typisch für ein Ristorante, aber wir sind nun mal in Berlin.

Doch zurück zur Nudel. Um die 20 Gerichte gibt es in dem Traditionsrestaurant, das vor fast einem Vierteljahrhundert eröffnet wurde und in dem Chef Rocco Grüning seine ersten frischen Bandnudeln mit einer einfachen italienischen Nudelmaschine hergestellt hat.

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U25 Pantalone
Pasta-Trio im „Pantalone“ in Frohnau.© Manuela Blisse | Manuela Blisse

Ein Glas Bardolino Chiaretto, ein Rosé aus Venetien, oder ein Chianti (0,1 Liter für 3,90 bzw. 4,10 Euro), das passt. Sowohl zur Bruschetta vom Haus vorweg als auch für das Pasta-Trio. Das kommt auf einem passenden, dreigeteilten Teller an den Tisch. Das Schöne an hausgemachter Pasta, sie nimmt wunderbar Sauce auf. Was auch Sinn macht, denn die Schinken-Cremesauce bei den mit Fleisch gefüllten Tortellini ist für den hiesigen Gaumen reichlich bemessen. Ein cremiges Vergnügen und ein guter Kontrast zu den tomatigen Spaghetti alla Putanesca und den durch Chilis den Schärfegrad nach oben katapultierten „Spaghetti quadri Mafiosi“. Allen gemein: Die Konsistenz ist einen Ticken weicher als al dente. Dafür wird reichlich Parmesan zum Bestreuen nach eigenem Gutdünken gereicht.

Der sonntägliche Lunch am Kamin neigt sich dem Ende. Noch ein Grappa, ebenfalls vom Haus, und ein Blick auf die historische Uhr des Kasinoturms gegenüber. Die geht 2 Stunden und 15 Minuten nach – so hat man (theoretisch) mehr vom Tag.

Pantalone, Ludolfingerplatz 2, Frohnau, Tel. 401 91 32, tägl. 12–0 Uhr, www.pantalone.de