„Klemkes“ Mittagstisch ist Kult. Ein ob der Portionsgröße immer sättigendes Erlebnis, das niemand hier „Lunch“ nennen würde. Rund anderthalb Dutzend wechselnde Gerichte werden täglich frisch gekocht und zubereitet. Convenience ist hier ein Fremdwort. Immer gibt es zwei Suppen, eine davon ohne Fleisch (6 Euro). Fein und sättigend eine große Schüssel Kürbissuppe mit frischem Ingwer. Jeden Tag findet sich das Angebot im Internet und schwarz auf weiß vor und im Lokal.

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1980 eröffnete Werner Klemke an der Ecke Schlüter-/Mommsenstraße seine Weinhandlung mit Stehrestaurant. Seit sieben Jahren betreibt es Robert Hienerwadel, Sohn eines Gastronomenpaares aus der Reichsstraße.

Ein wenig in die Jahre gekommen, manch einer spricht von „grottig mit Charme“, sind Weinverkaufsraum, Essenausgabe und der Raum mit acht rechteckigen Stehtische innen. Solange es das Wetter zulässt, werden die runden Außenstehtische von der Kundschaft gern fürs schnelle Mittagessen genutzt. Und das machen unter der Woche täglich 120 bis 150 Menschen aus den umliegenden Büros zwischen 12 und 16 Uhr.

Sonnabend

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Wenn die Schlange nicht zu lang ist, kann die Mittagspause in einer halben Stunde abgeschlossen werden. Dieses Zeitfenster funktioniert nur, weil Gäste sich bei „Klemke“ selbst bedienen. Vier Angestellte sind allein mit der Essensausgabe im Kantinenstil, ganz ohne Mikrowelle, beschäftigt, einer ist nur für den Schlag Kartoffelpüree oder Kartoffelsalat zuständig.

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Das ist die Beilage in jeweils einwandfreier Qualität zum Beispiel bei panierter Hähnchenbrust mit Krautsalat oder zum Schnitzel Wiener Art, beides 10,50 Euro. Sehr beliebt sind Brathering mit Bratkartoffeln (9,50 Euro) und Klemkes Boulette mit Gemüse und Püree (8,50 Euro). Für Vegetarier hält die Köchin neben der Suppe mindestens vier Gerichte vor, etwa Gemüsebouletten oder Kräuterquark mit Backkartoffel und Salat (9 Euro). Zum Nachtisch steht Quark mit Früchten zum kleinen Preis von 2,50 Euro auf der Karte. Alle Gerichte können auch außer Haus mitgenommen werden. Sonnabends gibt es von 11-14 Uhr nur zwei Suppen.

U25 Klemke
Preiswert und gut: Mittagstisch bei "Klemke", hier gebackene Hühnerbrust mit Kraut- und Kartoffelsalat sowie die Kürbissuppe.© Franz Michael Rohm | Franz Michael Rohm

Für Weinliebhaber hält das „Klemke“ ein spezielles Angebot bereit. Neben guten offenen Gewächsen wie einem cremigen Grauburgunder vom rheinhessischen Weingut Bretz (6 Euro für 0,2) hält Weinfachverkäufer Thomas Johannes in einem separaten Weinschrank rund 40 Weine, zum Teil mit VdP-Siegel, zum Ladenpreis plus 10 Euro Korkgeld zum Mittagstisch vor.

Mommsenstraße 9, Charlottenburg, Tel. 881 19 09, Mo.-Fr. 9-19, Mittagstisch 12-16 Uhr, Sbd. 9-14.30 Uhr, www.klemke-wein.de