Was gut werden soll, braucht bekanntlich seine Zeit. Wie leckere Galettes. Hauchdünn werden die herzhaften Buchweizenpfannkuchen erst von beiden Seiten auf einer gusseisernen Crêpière knusprig gebacken, bevor sie belegt werden. Die Galettes sind übrigens die Vorläufer der beliebten süßen Crêpes. Das Crêplala hat sich beiden bretonischen Spezialitäten verschrieben und punktet sowohl mit vorzüglicher Zubereitung als auch mit vollmundigem Geschmack. Crêpes und Galettes gibt es jeweils in 15 verschiedenen Varianten. Süß ab 2,70 Euro, salzig ab 4,60 Euro. Im Winter runden Suppen das Angebot ab.

Ansprechend in eine rechteckige Form gebracht, stimmt am Galette Forestier einfach alles. Belegt mit gebratenen Champignons, Käse, Knoblauch und Rucola, schmeckt man jede einzelne Komponente heraus. Es gibt auch ausgefallenere Rezepte. Etwa Galette Pablo mit geschlagenem Ei, Paprika, scharfer Chorizo, Käse, Schnittlauch und Rucola. Alles in bester Qualität. Dazu ein Glas Cidre und die klassische bretonische Mahlzeit ist perfekt. Auch die Crêpes punkten. Wie Fraise mit aromatischer hausgemachter Erdbeermarmelade. Ein Klassiker und abgerundet mit einer Kugel Vanille-Eis echtes Futter für die Seele.

Das Crêplala ist auch in anderer Hinsicht ein Wohlfühlort, was nicht nur an den freundlichen und aufmerksamen Betreibern liegt. In einem kleinen roten Hexenhäuschen gelegen, das 1905 tatsächlich mal als Bedürfnisanstalt errichtet wurde, strahlt die Crêperie heimelige Gemütlichkeit aus. Gerade mal sieben Tische, mit gepolsterten Bänken, vier Barhocker und ein Ofen passen in den winzigen Schankraum. Wer also bretonisches Flair genießen möchte, sollte abends reservieren.

Crêplala Kantstr. 85a, Charlottenburg, Tel. 01578/700 85 85, Di.-Sbd. 16-22 Uhr, So. 14-19 Uhr, www.creplala.de

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