„Bada“ ist das koreanische Wort für Meer – und Name eines winzigen koreanischen Cafés an der Reichenberger, Ecke Glogauer Straße, das Mitte Mai eröffnet hat. Die Idee dahinter: Hyo-Tan Rhee wollte mit 75 Jahren etwas Neues wagen und ein Restaurant eröffnen, in dem er nur Gerichte zubereitet, die Seetang enthalten. Das ließ sich jedoch nicht ganz umsetzen. Und so bietet er zusammen mit seiner Tochter Min-Ji Rhee neben Seetangbrötchen mit Dinkel (0,90 Euro), Seetang-Chips (30 g/2,90) und als koreanisches Sushi bekanntes Gim Bab (5 Euro) auch Bibim Bab (Reis mit Gemüse und Tofu/5 Euro), Korean Pancake aus Mungbohnenmehl (3 Euro) oder selbst gemachtes Kimchi (300-Gramm-Becher für 3,50 Euro) an.

Besonders gut zum Mitnehmen geeignet sind Samgag Bab und Jubucho Bab. Bab – man ahnt es – steht für gekochten Reis. Hinter ersterem verbirgt sich ein aus Reis geformtes dreieckiges Päckchen, gefüllt mit Shiitake-Pilzen oder Kimchi (klein 1,50, groß 2,50 Euro); hinter letzterem zwei süß-saure, mit Reis gefüllte Tofu-Täschchen (2,90 Euro). Getränke und Gerichte sind auf eine große Wandtafel geschrieben. Darunter steht „Wir arbeiten zu 100 Prozent mit Naturprodukten und ohne Mikrowelle. Danke für Ihre Zeit“. Wir entscheiden uns für einen Kimchi-Pancake (4 Euro) und eine selbstgemachte, sehr erfrischende Orangen-Ingwer-Limonade (3 Eur0). Dann nehmen wir draußen (14 Sitzgelegenheiten) Platz. Am Haus wird momentan die Fassade saniert. Das Baugerüst im unteren Bereich durften die Café-Betreiber grün und blau anmalen, und so ist es hier wirklich ein bisschen wie am Meer.

Café Bada Reichenberger Straße 104, Kreuzberg, Tel. 55 65 40 85, Mo.-Fr. 12-18 Uhr, Sbd. 13-18 Uhr, So. geschlossen

ris