Zwischen zehn und 15 Prozent der Bevölkerung ernährt sich laut Vegetarierverband inzwischen vegetarisch, etwa ein Prozent vegan. Und es werden immer mehr. Im Friedrichshainer „Bistro Bardot“, der Name steht laut Website für Sinnlichkeit, nicht für die Front-National-affine Schauspielerin, serviert größtenteils vegane Gerichte aus einer zertifizierten Bioküche. Der hohe Schankraum, der morgens als Frühstücksraum eines Hotels fungiert, ist angenehm licht, obwohl Tische und Stühle aus massivem Palisanderholz sind, selbstverständlich aus nachhaltiger Holzwirtschaft.

Die meisten Kellnerinnen und Kellner sind Vegetarier. Besonders gespannt waren wir auf die Tapas, die es hier zu 90 Prozent als vegane, also ohne tierische Produkte hergestellt, Variante gibt. Überbordend groß ist die Auswahl nicht. Zu hausgebackenem Brot gibt es ausgezeichneten andalusischen Hummus, angereichert mit fein gehackten getrockneten Tomaten und frischen Kräutern, für vier Euro. Ebenfalls aus der kalten Tapas-Küche kommen gegrillte Auberginen in Rosmarin-Öl und eine wunderbare Peperonata, mild marinierte gelbe Paprika ohne Haut, für ebenfalls vier Euro.

Bei den warmen Tapas überzeugten die Sojahackbällchen in Tomatensalsa und der überbackene Schafskäse mit einer Salsa picante aus Tomaten, Zwiebeln, Oliven, Honig und Kräutern, beides 5,50 Euro. Die mit Sojacreme gefüllten Datteln im Tofumantel fielen wegen des künstlichen Raucharoms etwas ab, 6,50 Euro. Die Tapas gibt es auch kleiner portioniert als gemischte Platte mit fünf Tapas für 16 Euro. Wer Tellergerichte mag, kann vegane Hauptspeisen wie Rohkostpasta aus Zucchini, Züricher Geschnetzeltes mit Tofu und Soja oder Gemüserisotto wählen, um 15 Euro.

Bistro Bardot Boxhagener Straße 83, Friedrichshain, Tel. 692 09 70 82, Mo.-Sbd. 7–11 Uhr, Frühstück 12–23 Uhr, So. 11–15 Uhr, Brunch, 17–23 Uhr, bistrobardot.de

fmr