Flughafen BER

Müller schließt weitere Finanzspritze für den BER nicht aus

Der BER benötigt offenbar eine Milliarde Euro für seine Fertigstellung. Es ist nicht ausgeschlossen, dass das Land Berlin mitzahlt.

Wegen Planungsfehlern, Baumängeln und Missmanagement wurde der Start des BER seit dem Baubeginn 2006 schon mehrfach Mal verschoben

Wegen Planungsfehlern, Baumängeln und Missmanagement wurde der Start des BER seit dem Baubeginn 2006 schon mehrfach Mal verschoben

Foto: dpa

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) schließt nicht aus, dass das Land weiteres Geld in den Bau des neuen Hauptstadtflughafens BER steckt. „Das kann man nicht ausschließen, weil diese Baustelle muss ja auch mal zu Ende geführt werden“, sagte Müller im Interview mit dem Sender RBB. Zunächst müsse aber die Flughafengesellschaft mit eigenen Mitteln die Finanzierung sicherstellen.

Sollte es einen Mehrbedarf geben, würden Berlin, Brandenburg und der Bund als Flughafengesellschafter zunächst überlegen, wie sie über Bürgschaften Kredite des Unternehmens absichern. „Dass direkt Geld fließt, sehe ich nicht. Jedenfalls sind wir an dieser Stelle noch lange nicht“, sagte Müller.

Für den BER wird nach einem Medienbericht eine weitere Milliarde Euro gebraucht, eine Bestätigung dafür gibt es aber nicht. Auch Müller ging auf die Summe nicht ein. Die Berliner FDP forderte, kein weiteres Steuergeld in das Projekt zu stecken, solange es eine „finanzielle und planerische Blackbox“ darstelle.

Bislang sind für den drittgrößten deutschen Flughafen einschließlich kurzfristiger Erweiterungen 6,5 Milliarden Euro veranschlagt. Das wird möglicherweise nicht reichen, weil die Eröffnung von 2018 auf 2020 verschoben wurde. Die Flughafengesellschaft ermittelt den zusätzlichen Finanzbedarf.

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