Fehler

Flughafen BER laut Schulbuch seit 2012 in Betrieb

Während noch immer über das Eröffnungsjahr 2017 gerungen wird, ist der neue Airport in Schönefeld laut einem Schulbuch längst am Start.

Ein Arbeiter jätet auf dem Platz vor dem Terminal des Flughafens BER mit einer Motorsense Unkraut. Auf dem Airport startet und landet noch lange keine Maschine

Ein Arbeiter jätet auf dem Platz vor dem Terminal des Flughafens BER mit einer Motorsense Unkraut. Auf dem Airport startet und landet noch lange keine Maschine

Foto: Jürgen Stüber / BM

Hier war wohl der Wunsch Vater des Gedankens. Während noch immer über den Eröffnungstermin im Herbst 2017 gerungen wird, ist der neue Großflughafen BER in Schönefeld laut einem Schulbuch bereits seit Jahren in Betrieb. Und er hat auch nur halb so viel gekostet.

„Der rund drei Milliarden Euro teure Flughafen Berlin Brandenburg BER (auch BBI) bei Schönefeld ist seit 2012 einziger Flughafen der Region.“ So steht es in einem Text über den „Verkehrsknoten Berlin“ in einem erstmals 2012 veröffentlichten Geografiebuch für Neunt- und Zehntklässler. Über den Fehler berichtete der „Tagesspiegel“ am Mittwoch. Das Buch wird laut Verlag nur in Schulen in Berlin und Brandenburg verwendet.

Aufgefallen ist der Fehler bisher offenbar nicht

„Aktuell zu sein, ist für Schulbücher eine große Herausforderung“, erklärte eine Verlagssprecherin auf Anfrage. Als das Buch 2014 und 2015 nachgedruckt wurde, wären Aktualisierungen zwar generell möglich gewesen. In Erdkunde sei das wegen häufiger Veränderungen aber mit viel Aufwand verbunden. Auch sorgten verschiedene Versionen im Unterricht für Verwirrung, da oft nicht alle Schüler die gleiche Auflage nutzen. „Im Fall des Berliner Flughafens wäre eine Korrektur aber sicherlich wünschenswert gewesen“, hieß es weiter.

Aufgefallen ist der Fehler bisher offenbar nicht: Kein Lehrer habe sich bisher gemeldet. Immerhin: Für 2017 - das Jahr der geplanten BER-Eröffnung - kündigte der Verlag eine Neubearbeitung an. „Dort wird der Fehler natürlich nicht mehr vorkommen.“

Die Kosten werden übrigens nicht bei drei Milliarden, sondern bei mehr als sechs Milliarden Euro liegen.