Diesen Empfang hatte sich BER-Chef Karsten Mühlenfeld sicherlich anders vorgestellt: Wie erst jetzt bekannt wurde, begann der Berlin-Aufenthalt von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg mit einer peinlichen Panne. Das berichtet die "Bild am Sonntag".

Demnach wollte Mühlenfeld den prominenten Gast persönlich am Vorfeld des Flughafens Schönefeld empfangen - und hatte zu diesem Zweck nicht nur seine Ehefrau und seinen Pressesprecher mitgebracht, sondern auch ein großes Schild mit der Aufschrift "Welcome to Berlin Mark Zuckerberg" parat. Doch Zuckerberg ließ Mühlenfeld abblitzen.

In einem Schreiben des Boden-Dienstleisters Berlin Aviation Service (BAS), das die Zeitung zitiert, heißt es: "Herr Zuckerberg weigerte sich jedoch auszusteigen. Nach circa 15 bis 20 Minuten verließ Herr Mühlenfeld schließlich den Ort, und wir konnten das Handling in Ruhe zu Ende führen.“

"Eine unangenehme und unbehagliche Situation"

Ein Flughafensprecher bestätigte am Sonntag den Vorfall. Ein Assistent Zuckerbergs habe dem Begrüßungskomitee mitgeteilt, dass der Facebook-Chef keine Begrüßung wünsche. Dass Mühlenfeld aber erst nach 15 bis 20 Minuten gegangen sein soll, sei "völliger Unsinn", so der Sprecher. Man habe gedacht, Zuckerberg würde sich über die höfliche Geste freuen und souverän damit umgehen.

Nach Angaben von Wagner schrieb ein Repräsentant von Zuckerberg am folgenden Tag in einer Nachricht an die Flughafengesellschaft: „Ich verstehe natürlich, dass es keine böse Absicht gab. Wegen der Uhrzeit und weil nichts angekündigt war, wurde es einfach zu einer unangenehmen und unbehaglichen Situation.“ Die Sache sei erledigt.

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg joggt durch Berlin

So viel Zeit muss sein. Facebook-Gründer Mark Zuckerberg (links) ist am Donnerstag in Berlin eingetroffen...
So viel Zeit muss sein. Facebook-Gründer Mark Zuckerberg (links) ist am Donnerstag in Berlin eingetroffen...© Mark Zuckerberg/Facebook
...und erst einmal mit seinen Bodyguards über den Pariser Platz gejoggt.
...und erst einmal mit seinen Bodyguards über den Pariser Platz gejoggt. © dpa | Paul Zinken
Zuckerberg läuft vornweg...
Zuckerberg läuft vornweg...© dpa | Paul Zinken
...und scheint seinen deutlich größeren und kräftigeren Bodyguard anzutreiben.
...und scheint seinen deutlich größeren und kräftigeren Bodyguard anzutreiben. © dpa | Paul Zinken
Höhepunkt seiner Berlin-Visite ist am Freitag eine Fragerunde mit Facebook-Nutzern. Dabei dürfen eingeladene Nutzer Fragen stellen.
Höhepunkt seiner Berlin-Visite ist am Freitag eine Fragerunde mit Facebook-Nutzern. Dabei dürfen eingeladene Nutzer Fragen stellen.© dpa | Paul Zinken

"Mühlenfeld handelte nicht im Sinne unseres Kunden"

Bereits im Vorfeld hätte BAS laut "Bild am Sonntag" in einem Schreiben an die Berliner Flughafengesellschaft darum gebeten, Zuckerbergs Flug "absolut vertraulich" zu behandeln. Weiter heißt es: „Herr Mühlenfeld hat absolut nicht im Sinne unseres Kunden gehandelt, weshalb wir nun eine große Beschwerde erhalten haben.“

Der Flughafensprecher sagte zu der gescheiterten Begrüßung, BER-Chef Mühlenfeld wolle auch weiterhin selbst entscheiden, wen er persönlich auf dem Vorfeld begrüßt: „Herr Zuckerberg wollte das nicht, das haben wir akzeptiert. Es wäre ein schönes Bild gewesen, das wir auch bei Facebook gepostet hätten.“

BM