Imtech-Pleite

"Sehr ernste Situation" - Neue Verzögerung am BER befürchtet

Die Pleite der Baufirma Imtech gefährdet den geplanten Eröffnungstermin im Herbst 2017 doch stärker, als bislang gedacht.

Die Arbeiten am BER sind bereits zwei Monate in Verzug

Die Arbeiten am BER sind bereits zwei Monate in Verzug

Foto: ODD ANDERSEN / AFP

Die Pleite des Baudienstleisters Imtech könnte die geplante Eröffnung des BER im Herbst 2017 erneut infrage stellen. Flughafenchef Karsten Mühlenfeld sagte am Freitag vor dem Sonderausschuss des Brandenburger Landtags: „Ob die Imtech-Insolvenz die Betriebnahme beeinflusst, kann ich heute noch nicht sagen. “

Vor wenigen Tagen hatte es von der BER-Taskforce noch geheißen, durch die Imtech-Insolvenz sei eine Verzögerung von lediglich zwei bis drei Wochen entstanden, die Eröffnung im zweiten Halbjahr 2017 sei „zum gegenwärtigen Zeitpunkt der Erkenntnisse“ nicht gefährdet.

Arbeiten zwei Monate in Verzug

Mühlenfeld betonte jetzt: „Wir sind noch guter Dinge, dass wir den Termin halten können. Wir wissen aber nicht, wie lange es dauert, bis die Firmen vollständig an der Brandschutzanlage weiter arbeiten können.“ Fest stehe bislang, dass der Flughafen nicht wie vorgesehen, im März 2016 fertig gestellt werden kann. Und: Die Arbeiten seien mittlerweile bereits knapp zwei Monate in Verzug.

Der Vorsitzende des Projektausschusses des Aufsichtsrates, Rainer Bretschneider, sprach von einer „sehr ernsten Situation“. Er halte den Eröffnungstermin im zweiten Halbjahr 2017 aber noch für möglich.

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