Hauptstadtflughafen

Richter weisen Klage gegen BER-Flugroute ab

Ein weiterer Baustein des mühsam ausgehandelten Flugroutensystems für den BER stand am Mittwoch zur Debatte. Die Richter haben gegen die Gemeinden Wildau und Königs Wusterhausen entschieden.

Foto: Klaus-Dietmar Gabbert / dapd

Die Gemeinden Wildau und Königs Wusterhausen sind mit ihren Klagen gegen eine Flugroute am neuen Hauptstadtflughafen gescheitert. Es ging um die geplanten Überflüge von der südlichen Startbahn. Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg wies die Klagen am Mittwoch ab. Das festgesetzte Abflugverfahren sei rechtmäßig, teilte das Gericht mit.

Die Gemeinden hatten sich gemeinsam mit Anwohnern gewehrt. Aus ihrer Sicht ist die Route aus Lärmschutzgesichtspunkten rechtswidrig. Zudem hatten die Kläger mit dem Fehlen einer Umweltverträglichkeitsprüfung argumentiert.

Mit ähnlichen Begründungen hatten sich bereits die Gemeinde Ludwigsfelde und Anwohner vom Müggelsee gegen Flüge über ihr Gebiet gewehrt, waren vor dem Gericht aber ebenfalls gescheitert.

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Die jetzt angefochtene Flugroute folgt der A10 zwischen den Stadtzentren von Wildau und Königs Wusterhausen. Die Gemeinden hatten eine Alternativroute vorgeschlagen – entlang der A13 nach Süden. Dies sei keine vorzugswürdige Alternative, urteilten die Richter, da dann der Abstand zwischen den Ab- und Anflügen kürzer und der Flugverkehr damit komplexer würde. Auch von unzumutbarem Lärm seien die Kläger nicht betroffen, heißt es im Urteil weiter. Zudem führe die Route nicht über schutzwürdige Gebiete.

Die Revision zum Bundesverwaltungsgericht wurde nicht zugelassen.