Gerichtsurteil

Flughafengesellschaft unterliegt endgültig im Schallschutz-Streit

Anwohner des künftigen Hauptstadtflughafens haben in Sachen Schallschutz erfolgreich geklagt. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig gab ihnen in letzter Instanz Recht, dass der BER nachbessern muss.

Foto: Ralf Hirschberger / dpa

Im Streit um den Schallschutz haben die Anwohner des neuen Hauptstadtflughafens BER nun auch in letzter Instanz Recht bekommen. Der Flughafen hat beim Einbau von Lärmschutzfenstern und Schalldämmung die Vorgaben aus der Planfeststellung systematisch verfehlt und muss nachbessern.

Gegen dieses Urteil des Oberverwaltungsgerichts (OVG) Berlin-Brandenburg ließ das Bundesverwaltungsgericht keine Revision zu, wie die Pressestelle des Leipziger Gerichts am Dienstag bestätigte. Bürgerinitiativen hatten die Entscheidung zuvor publik gemacht.

>>>Das große Special und die Timeline zum BER<<<

Der Flughafen hatte sein Schallschutzprogramm schon nach dem OVG-Urteil nachgebessert. Das Gerichtsurteil hatte den Betreibern des BER im April vergangenen Jahres weitere Mehrkosten in dreistelliger Millionenhöhe beschert. Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg entschied damals, dass die Anwohner besser vor Fluglärm geschützt werden müssen als es die Airportbetreiber beabsichtigt hatten.

Schon 2012 hatten Richter den Betreibern vorgeworfen, die Regeln systematisch verfehlt und Anwohnern etwa nur unzureichende Schallschutzfenster bewilligt zu haben. Flughafenchef Hartmut Mehdorn reagierte mit Unverständnis.

>>>Wie laut ist Ihr Kiez? Der Flugroutenradar der Morgenpost<<<