Großflughafen

Mehdorn bestellt Siemens-Chef Kaeser auf die BER-Baustelle

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Nach Misshelligkeiten zwischen dem Berliner Flughafen und Siemens trafen sich die beiden Chefs auf dem unfertigen Hauptstadt-Airport – und vermieden präzise Zeitangaben zum Projekt.

Siemens-Vorstandschef Joe Kaeser hat sich am Donnerstag ein eigenes Bild vom Stand der Bauarbeiten am künftigen Hauptstadtflughafen BER gemacht. Zusammen mit Flughafenchef Hartmut Mehdorn und Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) machte er einen Rundgang über das Gelände in Schönefeld.

Kaeser versicherte im Anschluss, Siemens werde auf Basis erforderlicher Vorarbeiten Dritter seinen Beitrag zur Fertigstellung des neuen Flughafen-Terminals „so schnell wie möglich erbringen“.

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Hintergrund des als „interne ‚Besprechung“ deklarierten Besuchs waren Unstimmigkeiten, für die Kaeser kurz vor Weihnachten gesorgt hatte. Bei einer Diskussion mit Studenten in München sagte der Siemens-Chef damals, dass es nicht relevant sei, wann der Flughafen in Betrieb gehe. BER-Chef Mehdorn reagierte darauf mit einem öffentlich gemachten Brief, in dem er Kaesers Äußerungen scharf missbilligte.

Siemens hatte 2009 den Auftrag zur Herstellung wesentliche Teile der komplexen Brandschutzanlage im Terminal erhalten, deren fehlende Funktionsfähigkeit die für den 3. Juni 2012 angekündigte BER-Eröffnung vereitelte. Im Oktober 2013 wurde dieser Auftrag sogar noch erweitert.

Siemens soll bis spätestens Mitte 2015 die elektronische Steuerung von Rauchabzug und Frischluftversorgung bei Bränden im Flughafengebäude vollenden. Laut Siemens fehlen aber immer noch wichtige Unterlagen dafür.

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