Auf der Baustelle des neuen Hauptstadtflughafens BER in Schönefeld ist am Freitagnachmittag Bombenalarm ausgelöst worden. Dies bestätigten Kreise der Polizei Brandenburg und Flughafensprecher Lars Wagner der Berliner Morgenpost.

Der Rucksack sei gegen 15.30 Uhr entdeckt worden. Daraufhin sei ein Gebäudeteil evakuiert worden. Nach Angaben der Polizei fanden Entschärfer darin Pyrotechnik, darunter sogenannte Polenböller. Einen Bericht von Bild.de über ein verdächtiges Rohr mit Zündschnur konnte die Polizei Brandenburg nicht bestätigen. Wie gefährlich die gefundenen Sprengkörper sind, werde derzeit geprüft. Die sogenannten Polenböller sind sehr starke Silvesterknaller, die in Deutschland verboten sind.

Ein Beschäftigter auf der Baustelle meldete sich während der Evakuierung selbst bei der Polizei als Besitzer des Rucksacks. Er habe dabei versichert, dass er nach Dienstschluss mit Freunden die Böller außerhalb des BER zünden wollte, erfuhr die Berliner Morgenpost aus Polizeikreisen. Gegen den Mann wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Flughafen zieht Konsequenzen

Nach Angaben von Flughafensprecher Wagner war die Polizeiaktion gegen 18 Uhr beendet. Bei dem Rucksackbesitzer soll es sich um einen Mitarbeiter einer externen Firma handeln. Dieser habe einen entsprechenden Arbeitsausweis gehabt, um in das Hauptterminal zu gelangen, sagte Wagner. „Wir haben im Nachgang die entsprechenden Konsequenzen gezogen“, so Wagner weiter. Nähere Angaben wollte er nicht machen.

Der Flughafensprecher wies daraufhin, dass dadurch zu keiner Zeit der Flugbetrieb am benachbarten Flughafen Schönefeld gefährdet war.

BM/plet/ap