Pannenflughafen

Piraten überarbeiten Bürger-Plattform zum BER-Debakel

Im Januar stellte die Berliner Piratenfraktion ein Portal vor, das Dokumente zum neuen Flughafen sammelt und zugänglich macht. Jetzt wurden Bedienbarkeit und Durchsuchbarkeit der Plattform verbessert.

Foto: Markus Schreiber / AP

Die Anfang des Jahres gestartete Dokumentations-Plattform „BERwatch“ der Berliner Piratenfraktion gibt es jetzt in einer überarbeiteten Version. Die Seite war im Januar online gegangen. Sie sammelt Dokumente zum geplanten Hauptstadtflughafen BER und will sie der Öffentlichkeit zugänglich machen. Damit sollen sich alle interessierten Bürger per Internet an der Aufarbeitung des Flughafen-Debakels beteiligen können.

Die Plattform ist nach dem Update einfacher zu durchsuchen. Personen, Ereignissen oder Themenbereichen können jetzt Schlüsselwörter zugeordnet werden, was die Recherche im System einfacher und die Vernetzung zwischen einzelnen Informationen effektiver machen soll. Das funktionierte bei einem ersten Test zuverlässig: Die Suche beispielsweise nach dem Thema „Lärmschutz“ lieferte eine Reihe an Dokumenten, verknüpften Ereignissen und verlinkten Web-Quellen.

Öffnet man eines der aufgelisteten Originaldokumente, zeigt eine sogenannte Tag-Cloud, also eine Wortwolke am Rand die relevanten Stichworte des Dokuments an. Ein Klick auf einen der Begriffe zeigt direkt die Fundstellen im Schriftstück und markiert sie zum besseren Auffinden farbig.

>>>Das große Special und die interaktive Timeline zum BER finden Sie hier<<<

„Viele Inhalte, die auf BERwatch bereitgestellt werden, befinden sich in einer Vielzahl oft recht langer Dokumente. Wir können niemandem das Lesen abnehmen, haben aber in der neuen Version Maßnahmen unternommen, um Dokumentinhalte sichtbarer zu machen“, heißt es auf der Homepage der Fraktion.

Auf der Plattform werden Dokumente gesammelt und thematisch, chronologisch sowie nach beteiligten Akteuren sortiert und vernetzt. „Wir haben ein Werkzeug geschaffen, mit dem es allen Interessierten möglich ist, sich aktiv an der Aufarbeitung des BER-Desasters zu beteiligen“, hatte der Piraten-Abgeordnete Martin Delius im Januar erklärt. Er ist Vorsitzender des Untersuchungsausschusses im Berliner Abgeordnetenhaus.